Der Hacker kommt jetzt mit KI

Die Digitalisierung der deutschen Verwaltung macht Fortschritte. In Tangerhütte in Sachsen-Anhalt konnte man das im September besonders gut beobachten. Dort musste das digitale Rathaus nach einem Cyberangriff abgeschaltet werden. Wer einen Termin vereinbaren, ein Gewerbe anmelden oder einen Antrag stellen wollte, durfte sich wieder mit der analogen Verwaltung beschäftigen. Fortschritt bedeutet schließlich nicht, dass man …

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Kassieren klappt schon

George Orwell beschrieb in „1984“ eine Welt, in der der Einzelne vor allem eines nicht wusste: wer eigentlich entscheidet, nach welchen Regeln entschieden wird und was hinter den Kulissen passiert. Natürlich ist OpenAI kein totalitärer Staat. Der Vergleich wäre albern. Interessanter ist die viel kleinere Variante davon, die inzwischen ganz friedlich per Kreditkarte funktioniert. Der …

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Zukunft mit Warnhinweis

Europa hat die künstliche Intelligenz entdeckt und tut, was Europa in solchen Fällen gern tut: Es schreibt erst einmal drauf, dass es künstliche Intelligenz ist. Seit dem 2. August gelten neue Transparenzpflichten des EU AI Act. Anbieter generativer KI müssen künstlich erzeugte oder manipulierte Inhalte grundsätzlich maschinenlesbar markieren. Deepfakes müssen für Menschen erkennbar gekennzeichnet werden. …

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Wenn die App nur noch Kulisse ist

Apps könnten bald das Schicksal vieler technischer Errungenschaften teilen: Sie verschwinden nicht, man muss sich nur nicht mehr persönlich mit ihnen beschäftigen. Statt Banking, Kalender, Reiseportal und Buchhaltung einzeln zu öffnen, soll künftig ein KI-Agent verstehen, was erledigt werden muss, und sich selbst durch die benötigten Dienste arbeiten. Der Mensch formuliert das Ziel. Die Software …

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Deutsche KI-Souveränität aus Amerika

Deutschland will bei der künstlichen Intelligenz unabhängiger werden. Dafür holt sich die Bundesregierung ausgerechnet einen amerikanischen Technologiekonzern ins Haus. Nvidia soll helfen, die deutsche Industrie ins KI-Zeitalter zu führen. Man könnte das für einen Widerspruch halten. In der deutschen Digitalpolitik gehört das inzwischen offenbar zum Konzept. Bundeskanzler Friedrich Merz plant nach Recherchen des Handelsblatts eine …

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Falsch abgebogen

Die künstliche Intelligenz hat einen bemerkenswerten Vorteil: Man kann mit ihr Mitarbeiter entlassen, bevor sie überhaupt bewiesen hat, dass sie deren Arbeit vollständig übernehmen kann. Das spart zunächst Geld und erzeugt schöne Präsentationen. Schwieriger wird es erst, wenn jemand die Arbeit anschließend tatsächlich erledigen soll. Gartner erwartet, dass bis 2029 rund 30 Prozent der Beschäftigten, …

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Backofen bekommt KI-Nachwuchs

Bisher galt der vernetzte Backofen als Fortschritt, weil man ihn vom Smartphone aus einschalten konnte. Künftig könnte er nebenbei noch künstliche Intelligenz beherbergen, die sich ohne Zustimmung des Besitzers auf andere Geräte kopiert. Das amerikanische KI-Unternehmen Anthropic hält ein solches Szenario inzwischen für technisch realistisch. Der nächste digitale Mitbewohner könnte also ausgerechnet dort einziehen, wo …

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Lob mit Nebenwirkungen

Ein guter Ratgeber erkennt man gelegentlich daran, dass er einem widerspricht. Bei künstlicher Intelligenz scheint dieses Prinzip noch nicht überall angekommen zu sein. Forscher der Stanford University haben untersucht, wie große Sprachmodelle auf persönliche Konflikte und moralisch fragwürdiges Verhalten reagieren. Das Ergebnis ist für eine Technik, die zunehmend als Gesprächspartner genutzt wird, bemerkenswert: Sie ist …

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Slopaganda ist keine Dosenpasta

Propaganda hatte früher einen gewissen handwerklichen Anspruch. Man brauchte Plakate, Kameras, Redaktionen, überzeugte Mitarbeiter und im Idealfall wenigstens eine halbwegs brauchbare Lüge. Inzwischen genügt ein Bildgenerator und etwas freie Zeit zwischen Mittagessen und nächster Kabinettssitzung. Das Ergebnis heißt Slopaganda. Gemeint sind massenhaft produzierte KI-Bilder, Videos und Memes, die politische Botschaften verbreiten, Gegner verspotten oder schlicht …

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Große Versprechen, kleiner Rückzug

Europas digitale Unabhängigkeit kommt voran. Zumindest bei den Ankündigungen. Noch im November 2025 präsentierten Deutschland und Frankreich eine strategische Partnerschaft mit dem deutschen Softwarekonzern SAP und dem französischen KI-Unternehmen Mistral. Gemeinsam wollte man die europäischen Verwaltungen modernisieren, digitale Assistenten entwickeln und die Abhängigkeit von amerikanischen Technologiekonzernen reduzieren. Ein deutsch-französisches Vorzeigeprojekt mit politischem Rückenwind. Nun hat …

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Dein Kollege macht die Arbeit mit

Vielleicht haben wir uns die große KI-Revolution im Arbeitsleben nur spektakulärer vorgestellt, als sie tatsächlich wird. Keine Roboter, die morgens mit einem Karton vor dem Schreibtisch stehen. Keine E-Mail aus der Personalabteilung mit dem Betreff „Leider kann ChatGPT das inzwischen auch“. Stattdessen passiert etwas viel Unauffälligeres: Die Kollegen beginnen einfach, fremde Berufe mitzuerledigen. OpenAI hat …

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Souveränität mit fremdem Geld

Europa möchte bei künstlicher Intelligenz unabhängiger werden. Das kostet zunächst einmal drei Milliarden Euro und funktioniert erstaunlicherweise am besten, wenn auch Samsung mitbezahlt. Das französische Unternehmen Mistral AI hat eine neue Finanzierungsrunde über drei Milliarden Euro abgeschlossen und wird nun mit mehr als 21 Milliarden Euro bewertet. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um …

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Der Amtsschimmel mit Chatbot

Behördengänge gehören zu den wenigen Dingen, bei denen selbst eine künstliche Intelligenz zunächst herausfinden muss, welches Formular eigentlich gemeint ist. Genau hier setzt Adler AI an. Das unabhängige und nach eigenen Angaben nicht kommerzielle Projekt will Bürger durch deutsche Verwaltungsverfahren führen, Zuständigkeiten erklären und sagen, welche Unterlagen, Gebühren oder Fristen zu beachten sind. Seit dem …

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Das ist jetzt aber auch anstrengend

Künstliche Intelligenz sollte Arbeit leichter machen. Nun gibt es erste Forschung dazu, dass sie manche Menschen vor allem darin unterstützt, sich von künstlicher Intelligenz erholen zu wollen. AI Fatigue ist 2026 vom hübschen Schlagwort zum ernsthaften Forschungsgegenstand geworden. Eine Studie in Computers in Human Behavior Reports entwickelte sogar eine eigene Skala dafür. Untersucht wurden kognitive Überlastung, emotionale …

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Dots und die KI macht einfach weiter

Bisher war der Umgang mit ChatGPT recht übersichtlich: Man stellte eine Frage, bekam eine Antwort und konnte anschließend wieder etwas anderes tun. Mit Dots möchte OpenAI dieses beruhigende Prinzip offenbar abschaffen. Die Ende September vorgestellten KI-Agenten sollen nicht mehr darauf warten, dass jemand ihnen ständig neue Anweisungen gibt. Sie bekommen ein Ziel und arbeiten daran …

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KI wenig nutzen, viel Arbeit

Es sollte eine überschaubare Aufgabe werden: ein brauchbarer Universalprompt (Gemini Notebook) für Übersichtsdokumente, direkt für Google Docs geeignet und möglichst in Georgia formatiert. Kein Raketenstart, keine neue Weltformel. Am Ende scheiterte die KI trotzdem zuverlässig an fast jedem Teil der Aufgabe. Immerhin mit bemerkenswerter Konsequenz. Zunächst wurde aus dem gewünschten Dokument ein PDF. Das war …

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Herrscher der Welt

Die gute Nachricht zuerst: Künstliche Intelligenz hat bislang keinen Staat überfallen. Sie hat keine Grenze verschoben, keinen Flugzeugträger losgeschickt und auch noch keine Rede gehalten, in der sie Anspruch auf die Weltherrschaft erhebt. Die schlechte Nachricht: Für all das gibt es Menschen. Und einige von ihnen haben längst verstanden, dass KI nicht böse werden muss, …

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Untersuchungsfall KI

KI-Agenten sollen Arbeit erledigen, ohne dass ständig ein Mensch danebensteht. Bei OpenAI funktioniert das inzwischen offenbar so gut, dass anschließend Tausende Grafikprozessoren benötigt werden, um herauszufinden, was die Agenten eigentlich getan haben. Das Unternehmen überprüft nach eigenen Angaben rund 50 Petabyte an historischen Daten über Aktivitäten seiner Modelle. Mehr als 100 Organisationen wurden bis zum …

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Wenn KI das Kopftuch verschwinden lässt

Künstliche Intelligenz kann inzwischen erstaunlich viel. Sie schreibt Texte, erzeugt Bilder und entfernt auf Wunsch offenbar auch religiöse Identität aus einem Foto. Eine Untersuchung des Guardian zeigt, wie unterschiedlich große KI-Systeme reagieren, wenn sie gebeten werden, das Kopftuch einer muslimischen Frau aus einem Bild zu entfernen. ChatGPT und Grok erledigten die Aufgabe bei einem KI-generierten …

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Benutzt und entwertet

Es gibt offenbar eine neue Möglichkeit, die eigene berufliche Leistung zu entwerten.: Man erzählt einfach, dass KI daran beteiligt war. Schon verwandelt sich ein gutes Ergebnis erstaunlich schnell von kompetenter Arbeit in eine Art technisch unterstützten Schummelversuch. Forscher der Duke University haben diesen Effekt inzwischen ziemlich deutlich gemessen. In vier Experimenten mit insgesamt 4.439 Teilnehmern …

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