KI erspart nicht allen die Arbeit

Die künstliche Intelligenz erledigt Aufgaben schneller, formuliert überzeugender und produziert Ergebnisse in beeindruckender Geschwindigkeit. Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Jedenfalls für diejenigen, die anschließend nicht überprüfen müssen, ob das Ergebnis überhaupt etwas taugt. Eine am 21. Oktober 2026 veröffentlichte Untersuchung des Softwareunternehmens monday.com liefert dazu bemerkenswerte Zahlen. Das Marktforschungsunternehmen Nielsen befragte im Auftrag des Anbieters …

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Wenn der Chef keinen Namen mehr hat

Früher brauchte man für schlechte Personalführung wenigstens noch einen Vorgesetzten. Heute reicht dafür zunehmend Software. Sie verteilt Aufträge, legt Schichten fest, misst Geschwindigkeit, bewertet Leistung und entscheidet im Zweifel mit darüber, wer am Monatsende wie viel verdient. Das nennt sich algorithmisches Management und klingt erheblich freundlicher als „Der Computer sagt, du warst zu langsam“. Besonders …

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Der schwierige Kunde ist eine Maschine

Wer bei der Unternehmensberatung McKinsey Karriere machen möchte, muss künftig möglicherweise erst einen Bürgermeister überzeugen. Der sitzt allerdings in keinem Rathaus, wurde von niemandem gewählt und hat auch keine Bürger zu vertreten. Er existiert ausschließlich als künstliche Intelligenz. Immerhin dürfte er für einen Gesprächstermin jederzeit verfügbar sein. McKinsey erprobt in Nordamerika ein neues Auswahlverfahren für …

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Der Amtsschimmel mit Chatbot

Behördengänge gehören zu den wenigen Dingen, bei denen selbst eine künstliche Intelligenz zunächst herausfinden muss, welches Formular eigentlich gemeint ist. Genau hier setzt Adler AI an. Das unabhängige und nach eigenen Angaben nicht kommerzielle Projekt will Bürger durch deutsche Verwaltungsverfahren führen, Zuständigkeiten erklären und sagen, welche Unterlagen, Gebühren oder Fristen zu beachten sind. Seit dem …

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Das Amt hat KI und weiß es nicht

Behörden führen künstliche Intelligenz gern ordentlich ein. Erst kommt die Arbeitsgruppe, dann die Datenschutzprüfung, anschließend das Konzept, danach vielleicht noch eine Pilotphase. Der Mitarbeiter war währenddessen schneller. Er hat längst ChatGPT geöffnet. Genau dort beginnt Shadow AI. Beschäftigte nutzen private KI-Konten für dienstliche Aufgaben, obwohl die Organisation diese Systeme weder freigegeben noch technisch eingebunden hat. …

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Der Zauber der Personaleinsparung

Bei Disney gehört die Verwandlung zum Geschäftsmodell. Neuerdings funktioniert sie auch in der Personalabteilung. Aus mehreren hundert Arbeitsplätzen werden Einsparungen, aus Entlassungen wird eine strategische Neuausrichtung und aus weniger Beschäftigten entsteht angeblich mehr Raum für Wachstum. Die Magie moderner Unternehmensführung benötigt offenbar keinen Zauberstab mehr. Eine Tabellenkalkulation genügt. Der Unterhaltungskonzern streicht erneut mehrere hundert Stellen. …

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Die Revolution wartet auf Freigabe

Die deutsche Arbeitswelt befindet sich mitten in der KI-Revolution. Man muss nur großzügig darüber hinwegsehen, dass 62 Prozent der Beschäftigten bei der Arbeit bislang gar keine KI nutzen. Die dritte Welle der Konstanzer KI-Studie zeichnet jedenfalls ein deutlich ruhigeres Bild als viele Unternehmenspräsentationen, Strategiepapiere und Zukunftskongresse. Im Mai 2026 wurden 1.105 Erwerbstätige befragt. 38 Prozent …

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Die Zukunft braucht einen Hausmeister

Die Zukunft der Arbeit ist endlich da. Sie liefert Burritos aus und bleibt gelegentlich am Bordstein hängen. In Los Angeles fahren inzwischen rund 2.000 Lieferroboter von Serve Robotics durch die Gegend. Sie bringen Essen, rollen über Gehwege und sollen möglichst autonom erledigen, wofür früher Menschen auf Fahrrädern oder in Autos unterwegs waren. Ganz ohne Menschen …

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Gekaufte Zeit

Europa entdeckt gerade eine alte industriepolitische Weisheit wieder: Arbeitsplätze bleiben leichter in Europa, wenn hier auch noch etwas hergestellt wird. Beim Bosch-Gesamtbetriebsrat ist diese Erkenntnis inzwischen so dringlich geworden, dass er verbindlichere Regeln für europäische Produktion fordert. Bosch selbst steckt schließlich mitten im Umbau. Allein im Kerngeschäft mit Automobiltechnik sollen bis zum Ende des Jahrzehnts …

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Traue keiner Menschenseele

Offenbar reicht es heute nicht mehr, dass Beschäftigte arbeiten. Man möchte ihnen dabei auch möglichst lückenlos zusehen. Computeraktivitäten, GPS-Daten, Bewegungen, Arbeitsabläufe, Leistungskennzahlen: Was sich messen lässt, wird gemessen. Nicht unbedingt, weil es etwas verbessert. Aber wenigstens weiß man dann sehr genau, wie jemand gearbeitet hat, während man ihm nicht vertraute. Elektronische Leistungsüberwachung ist längst kein …

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Der digitale Kollege braucht Betreuung

Früher organisierte die Assistenz Termine, Reisen, Korrespondenz und gelegentlich das Chaos anderer Leute. Heute kommt noch eine Aufgabe dazu: Sie soll lernen, wie man die Software bedient, die einen Teil dieser Arbeit übernehmen soll. Fortschritt erkennt man manchmal daran, dass für die Automatisierung der Arbeit erst einmal neue Arbeit entsteht. Heute Abend findet in München …

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Der Experte aus dem Eingabefeld

Früher musste man jahrelang etwas können, bevor andere glaubten, man könne es. Heute reicht ein Laptop und die Fähigkeit, eine Frage ordentlich in ein Eingabefeld zu schreiben. Das spart Zeit. Vor allem die lästige Strecke zwischen Ahnungslosigkeit und Erfahrung. Generative KI kann Wissensunterschiede tatsächlich verkleinern. Eine viel beachtete Untersuchung mit mehr als 5.000 Beschäftigten im …

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Der Kollege ohne Feierabend

Der neue Kollege kommt nicht zu spät, braucht keinen Urlaub und beschwert sich auch nicht darüber, dass schon wieder jemand die Kaffeemaschine nicht entkalkt hat. Dafür benötigt er Zugriffsrechte auf halbe Unternehmenssysteme und gelegentlich jemanden, der kontrolliert, ob er gerade Unsinn erledigt. Willkommen im Zeitalter der KI-Agenten. Aus dem Chatbot, dem man eine Frage stellt …

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Die KI ist nur so klug wie der Mensch davor

Die große Hoffnung der Unternehmen heißt künstliche Intelligenz. Sie soll Texte schreiben, Programme entwickeln, Kunden betreuen und möglichst nebenbei noch ein paar Stellen einsparen. 2025 erwarteten laut McKinsey 32 Prozent der befragten Unternehmen, dass KI ihre Belegschaften verkleinern würde. Ein Jahr später berichteten gerade einmal 14 Prozent tatsächlich von entsprechenden Kürzungen. Zwei Drittel sahen kaum …

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