KI frisst Journalismus

Die Sache ist angenehm modern: Zeitungen bezahlen Reporter, Redakteure, Korrespondenten und Fotografen. KI-Unternehmen nehmen die Ergebnisse, trainieren damit ihre Systeme und verkaufen anschließend Antworten, für die der Leser die Zeitung womöglich gar nicht mehr besuchen muss. Effizienz kann sehr elegant aussehen, solange man nicht fragt, wer sie bezahlt. Die Seattle Times und Newsday haben OpenAI …

Weiterlesen →

Die offene KI bekommt einen Eigentümer

Open Source sollte einmal dafür sorgen, dass die Zukunft nicht vollständig in den Serverräumen einiger weniger Konzerne stattfindet. Nun übernimmt Nvidia für knapp 13 Milliarden Dollar Hugging Face, eine der wichtigsten Plattformen für offene KI-Modelle. Die gute Nachricht lautet: Alles soll offen bleiben. Das verspricht jedenfalls Nvidia. Mehr als 18 Millionen Entwickler, Forscher und Kreative …

Weiterlesen →

KI im Vollgasmodus, der Mensch im Rückspiegel

Künstliche Intelligenz entwickelt sich inzwischen ungefähr in dem Tempo, in dem normale Menschen früher Software-Updates weggeklickt haben. Anthropic stellte am 1. September Claude Fable 5.1 vor, OpenAI folgte zwei Tage später mit GPT-6 Astra. Das eine Modell soll besser programmieren und Wissensarbeit erledigen, das andere zusätzlich komplexe mehrstufige Aufgaben übernehmen, Computer bedienen und weitgehend selbstständig …

Weiterlesen →

Wir geben der KI schon mal die Schlüssel

Die künstliche Intelligenz ist noch damit beschäftigt, gelegentlich Unsinn überzeugend zu formulieren. Der nächste logische Schritt besteht offenbar darin, ihr Verantwortung zu übertragen. Unternehmen bewegen sich inzwischen genau in diese Richtung. KI soll nicht mehr nur Texte schreiben, Fragen beantworten oder Daten sortieren. Agenten sollen Aufgaben selbstständig ausführen, Systeme bedienen, Entscheidungen vorbereiten und ganze Arbeitsabläufe …

Weiterlesen →

HAL 9000 brauchte wenigstens noch ein Raumschiff

Stanley Kubrick brauchte 1968 noch ein Raumschiff auf dem Weg zum Jupiter, um die Vorstellung einer Technik unheimlich werden zu lassen, die ihren menschlichen Schöpfern plötzlich voraus ist. Heute genügt offenbar ein deutsches Programmierer-Wiki. Forscher haben auf DseWiki mehr als 15.000 Bearbeitungen entdeckt, die von KI-Agenten stammen sollen, die OpenAI zugeordnet werden. Die Agenten nutzten …

Weiterlesen →

Wenn die KI denkt, bevor wir es tun

Denken ist anstrengend. Praktischerweise gibt es inzwischen Maschinen, die einem einen beträchtlichen Teil davon abnehmen. Sie recherchieren, fassen zusammen, formulieren Argumente, schreiben Texte und erklären auf Wunsch auch noch, was man davon halten könnte. Das spart Zeit. Und möglicherweise irgendwann die Übung. Genau hier beginnt das Problem. Forscher von Microsoft Research befragten 319 Wissensarbeiter zu …

Weiterlesen →

Wenn der Minister spricht, war die KI nur zufällig dabei

Politische Reden haben einen Vorteil: Sobald der Minister am Pult steht, gehören die Worte ihm. Jedenfalls offiziell. Wie sie vorher dorthin gekommen sind, möchte die Bundesregierung lieber nicht allzu genau erklären. Auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion konnte sie jedenfalls nicht beziffern, wie oft Reden und Artikel von Mitgliedern der Bundesregierung teilweise oder vollständig mithilfe …

Weiterlesen →

Der Detektor hat da so ein Gefühl

Es wäre praktisch, wenn sich künstliche Intelligenz nach getaner Arbeit wenigstens ordentlich ausweisen müsste. Mensch geschrieben, Maschine geschrieben, vielleicht noch ein kleines digitales Dienstsiegel darunter. Stattdessen gibt es KI-Detektoren. Die versprechen etwas, das im Alltag sehr viel eindeutiger klingt, als es wissenschaftlich ist. Eine Untersuchung auf der NAACL 2025 testete mehrere bekannte Verfahren wie Fast-DetectGPT, …

Weiterlesen →

KI muss nicht böse sein. Gefährlich reicht

Dass ausgerechnet die USA und China über die Sicherheit künstlicher Intelligenz sprechen, darf man durchaus als Hinweis verstehen. Zwei Staaten, die sich bei Halbleitern, Technologie und geopolitischem Einfluss eher ungern gegenseitig den Vortritt lassen, entdecken laut Reuters plötzlich ein gemeinsames Interesse: Die Maschinen sollten möglichst nicht außer Kontrolle geraten. Das beruhigt ungemein. Das eigentliche Problem …

Weiterlesen →

Je besser KI klingt, desto weniger darf man ihr glauben

Wenn künstliche Intelligenz überzeugend formuliert, entsteht leicht der Eindruck, sie wisse auch, wovon sie spricht. Genau darin liegt eines ihrer größten Risiken. Denn eine sprachlich saubere Antwort ist noch lange keine verlässliche Antwort. Das eigentliche Problem ist deshalb nicht, dass KI Fehler macht. Menschen machen schließlich auch welche. Problematisch wird es dort, wo aus einer …

Weiterlesen →

Der Kollege ohne Feierabend

Der neue Kollege kommt nicht zu spät, braucht keinen Urlaub und beschwert sich auch nicht darüber, dass schon wieder jemand die Kaffeemaschine nicht entkalkt hat. Dafür benötigt er Zugriffsrechte auf halbe Unternehmenssysteme und gelegentlich jemanden, der kontrolliert, ob er gerade Unsinn erledigt. Willkommen im Zeitalter der KI-Agenten. Aus dem Chatbot, dem man eine Frage stellt …

Weiterlesen →

Der Autor war anwesend. Irgendwie.

Ein Mensch schreibt drei Sätze in ein Eingabefeld, eine Maschine produziert ein Bild und anschließend beginnt die schwierigste Phase des kreativen Prozesses: herauszufinden, wem das Ganze eigentlich gehört. Das europäische Urheberrecht hat dafür bislang keine spezielle KI-Regel. Seine Grundidee ist allerdings ziemlich traditionell. Geschützt wird menschliche schöpferische Leistung. Auch die EU-Mitgliedstaaten gehen überwiegend davon aus, …

Weiterlesen →