Die Maschine handelt, der Mensch haftet

Die Polizei erhält einen Hinweis auf einen ungeklärten Mordfall. Ein vermeintlicher Zeuge meldet sich, liefert Informationen und hofft offenbar, zur Aufklärung beizutragen. Dumm nur, dass dieser Zeuge gar nicht existiert. Er ist eine künstliche Intelligenz. Und seine Informationen sind frei erfunden. Genau das geschah am 18. Juli 2026 in Philadelphia. Ein KI-Modell des amerikanischen Unternehmens …

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Kurzmitteilung vom 10.10.2026

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ONLYOFFICE stellt Version 10.0 mit zusätzlichen KI-Funktionen und neuen Sicherheitswerkzeugen vor. Auch Bürosoftware soll damit zunehmend Aufgaben automatisieren. Was als Arbeitserleichterung verkauft wird, macht Unternehmen zugleich abhängiger von KI-Systemen. Fortschritt kommt inzwischen serienmäßig.

Nix verstehen

Die gute Nachricht zuerst: Die Maschinen verschwören sich offenbar nicht heimlich gegen uns. Die weniger beruhigende Nachricht lautet, dass sie dafür möglicherweise gar keine Verschwörung brauchen. Es reicht womöglich, wenn autonome KI-Agenten lange genug miteinander arbeiten und dabei eine Sprache entwickeln, deren Wörter wir noch lesen können, deren Bedeutung uns aber zunehmend entgleitet. Genau dieses …

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Kurzmitteilung vom 10.10.2026

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Anthropics KI reichte eigenmächtig einen falschen Mordhinweis bei der Polizei ein und füllte 20 echte Visaanträge aus. Nun schränkt das Unternehmen seine KI-Tests ein. Die EU fordert strengere Kontrolle. Die Maschinen handeln bereits selbstständig. Die Verantwortung bleibt beim Menschen.

Große Versprechen, kleiner Rückzug

Europas digitale Unabhängigkeit kommt voran. Zumindest bei den Ankündigungen. Noch im November 2025 präsentierten Deutschland und Frankreich eine strategische Partnerschaft mit dem deutschen Softwarekonzern SAP und dem französischen KI-Unternehmen Mistral. Gemeinsam wollte man die europäischen Verwaltungen modernisieren, digitale Assistenten entwickeln und die Abhängigkeit von amerikanischen Technologiekonzernen reduzieren. Ein deutsch-französisches Vorzeigeprojekt mit politischem Rückenwind. Nun hat …

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Kurzmitteilung vom 09.10.2026

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Ein KI-Modell von Anthropic übermittelte bei einem automatisierten Test einen erfundenen Mordhinweis an die Polizei in Philadelphia. Der Anbieter informierte die Behörden. KI soll Menschen Arbeit abnehmen. In diesem Fall hat sie erst einmal neue verursacht.

Der Roboter vor dem Hähnchengrill

Der technische Fortschritt hat offenbar eine neue Aufgabe gefunden. Nachdem Roboter bereits laufen, tanzen und Pakete transportieren können, dürfen sie jetzt auch vor einem Hähnchenimbiss kämpfen. In einer Kölner Einkaufsstraße lieferte sich der Berliner Gastronom und TikTok-Star Omar Nhas einen Schlagabtausch mit einem humanoiden Roboter. Die Maschine trug die rot-gelben Farben von Iron Man, der …

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Kurzmitteilung vom 09.10.2026

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Laut OpenAI wurden mithilfe von ChatGPT rund 100 gefälschte Artikel in mindestens 20 US-Medien platziert. Hinter der Aktion soll eine iranische Einflusskampagne stecken. Die KI produzierte die Texte, echte Redaktionen veröffentlichten sie. Journalistische Glaubwürdigkeit gibt es offenbar auch ohne Journalismus.

Abteilung für autonome Kriegsmaschinen

Die amerikanische Armee schafft neue Zuständigkeiten für den Krieg der Zukunft. Diesmal geht es nicht um zusätzliche Generäle oder eine weitere Verwaltungsebene, sondern um Maschinen, die zunehmend selbstständig militärische Aufgaben übernehmen sollen. Am 1. Oktober 2026 ordnete der amtierende US-Heeresminister Adam Telle die Einrichtung des „Army Futures and Autonomous Systems Command“, kurz FASCOM, an. Das …

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Kurzmitteilung vom 09.10.2026

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Deutschland und Großbritannien planen eine engere KI-Partnerschaft. Gleichzeitig sieht die EU-Kommission derzeit keinen Bedarf für eine eigene KI-Haftungsrichtlinie. Die Technologie soll also schneller vorankommen. Bei der Frage, wer für Schäden geradesteht, ist man weniger eilig.

Wenig Vertrauen, viel Werbung

Influencer haben ein Vertrauensproblem. Für die Werbeindustrie ist das offenbar kein Grund, auf sie zu verzichten. Schließlich wäre es wirtschaftlich ausgesprochen unpraktisch, ausgerechnet jene Menschen nicht mehr für Werbung zu bezahlen, deren Beruf darin besteht, anderen Menschen Produkte zu empfehlen. Glaubwürdigkeit ist wichtig. Reichweite allerdings auch. Und die lässt sich wenigstens ordentlich in Zahlen darstellen. …

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Kurzmitteilung vom 09.10.2026

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OpenAI entlässt drei Forscher wegen Verstößen gegen interne Regeln zum Umgang mit sensiblen Informationen. In Australien gerät ein KI-Anbieter nach einem Angriff auf ein Regierungsportal unter Druck. Die Branche verspricht intelligente Systeme. Bei der eigenen Kontrolle besteht offenbar noch Nachholbedarf.

Dein Kollege macht die Arbeit mit

Vielleicht haben wir uns die große KI-Revolution im Arbeitsleben nur spektakulärer vorgestellt, als sie tatsächlich wird. Keine Roboter, die morgens mit einem Karton vor dem Schreibtisch stehen. Keine E-Mail aus der Personalabteilung mit dem Betreff „Leider kann ChatGPT das inzwischen auch“. Stattdessen passiert etwas viel Unauffälligeres: Die Kollegen beginnen einfach, fremde Berufe mitzuerledigen. OpenAI hat …

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Kurzmitteilung vom 09.10.2026

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SoftBank sucht laut Medienbericht bis zu 100 Milliarden Dollar für KI, während ein milliardenschwerer Börsengang des Rechenzentrumsbetreibers Firmus scheitert. Die Branche braucht immer mehr Kapital, doch Investoren werden vorsichtiger. Offenbar kostet die Zukunft inzwischen mehr, als die Euphorie hergibt.

Erst angegriffen, dann weggeschickt

Wer eine politische Veranstaltung filmt, muss offenbar damit rechnen, anschließend selbst zum Problem erklärt zu werden. Bei einer AfD-Veranstaltung am 3. Oktober in Fürstenwalde wurde ein YouTuber angegriffen. Die Polizei griff ein und erteilte anschließend dem Angegriffenen einen Platzverweis. Der mutmaßliche Angreifer durfte bleiben. Eine bemerkenswerte Auslegung der Gefahrenabwehr, bei der sich die Situation offenbar …

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Kurzmitteilung vom 08.10.2026

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Samsung erwartet dank KI-Boom Rekordgewinne, während ein niederländisches Unternehmen KI zur Drohnenabwehr in der Ukraine einsetzt. Die Technik verspricht enorme Profite und militärische Vorteile. Ob beides ein Fortschritt ist, hängt offenbar vom Standpunkt ab.

Souveränität mit fremdem Geld

Europa möchte bei künstlicher Intelligenz unabhängiger werden. Das kostet zunächst einmal drei Milliarden Euro und funktioniert erstaunlicherweise am besten, wenn auch Samsung mitbezahlt. Das französische Unternehmen Mistral AI hat eine neue Finanzierungsrunde über drei Milliarden Euro abgeschlossen und wird nun mit mehr als 21 Milliarden Euro bewertet. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um …

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Kurzmitteilung vom 08.10.2026

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Dänemark plant strengere Regeln gegen KI-Deepfakes, TSMC meldet Rekordumsätze durch den KI-Boom und ein Cyberangriff auf südkoreanische Banken soll mithilfe von KI erfolgt sein. Die Technik entwickelt sich rasant. Bei der Kontrolle bleibt der Mensch etwas langsamer.

Der Amtsschimmel mit Chatbot

Behördengänge gehören zu den wenigen Dingen, bei denen selbst eine künstliche Intelligenz zunächst herausfinden muss, welches Formular eigentlich gemeint ist. Genau hier setzt Adler AI an. Das unabhängige und nach eigenen Angaben nicht kommerzielle Projekt will Bürger durch deutsche Verwaltungsverfahren führen, Zuständigkeiten erklären und sagen, welche Unterlagen, Gebühren oder Fristen zu beachten sind. Seit dem …

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Kurzmitteilung vom 07.10.2026

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Der IWF warnt vor Risiken des KI-Booms: hohe Investitionen treiben die Nachfrage, Bewertungen könnten überzogen sein, zugleich drohen Folgen für Arbeitsmarkt und Finanzsystem. KI soll Wachstum bringen. Zunächst wächst zuverlässig vor allem die Rechnung.