Der schwierige Kunde ist eine Maschine

Wer bei der Unternehmensberatung McKinsey Karriere machen möchte, muss künftig möglicherweise erst einen Bürgermeister überzeugen. Der sitzt allerdings in keinem Rathaus, wurde von niemandem gewählt und hat auch keine Bürger zu vertreten. Er existiert ausschließlich als künstliche Intelligenz. Immerhin dürfte er für einen Gesprächstermin jederzeit verfügbar sein. McKinsey erprobt in Nordamerika ein neues Auswahlverfahren für …

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Kurzmitteilung vom 18.10.2026

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Die Weltbank wirbt für kleine KI-Modelle, die auch auf Smartphones mit schwacher Internetverbindung funktionieren. Sie sollen Entwicklungsländern neue Möglichkeiten eröffnen. Während die Techkonzerne immer größere Rechenzentren bauen, könnte der eigentliche Fortschritt darin liegen, weniger Technik zu benötigen.

Ich mach doch nix

Friedrich Merz hat ein bemerkenswert entspanntes Verhältnis zu Beleidigungen entwickelt. Jedenfalls seit er Bundeskanzler ist. Früher sah das anders aus. Als Bundestagsabgeordneter ließ Merz Beschimpfungen im Netz strafrechtlich verfolgen. Recherchen der Welt am Sonntag zufolge ging es unter anderem um Formulierungen wie „kleiner Nazi“, „Arschloch“ oder „drecks Suffkopf“. In einzelnen Fällen folgten Hausdurchsuchungen. Die von …

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Kurzmitteilung vom 18.10.2026

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Meta hat eine umstrittene Klausel zur Nutzung fremder Webseiten für das KI-Training wieder gestrichen. Zuvor hatten Experten vor den weitreichenden Zugriffsrechten gewarnt. Der Konzern rudert zurück. Offenbar endet die Freiheit der Datenbeschaffung dort, wo der Widerstand zu groß wird.

Der Roboter kann schon vom Band laufen

Der humanoide Roboter ist jetzt offenbar serienreif. Zumindest kann er die Fabrik schon selbst verlassen. XPeng hat am 8. September seine neue Produktionslinie für den humanoiden Roboter IRON in Betrieb genommen. Das erste dort gefertigte Exemplar lief anschließend selbstständig vom Band. Mehr als 80 Prozent der zentralen Fertigungsprozesse sollen automatisiert sein, bis Ende 2026 will …

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Kurzmitteilung vom 18.10.2026

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US-Energieaufseher warnen vor Sicherheitsrisiken durch KI in Stromnetzen. In Connecticut verlangen Behörden eine Überprüfung ihres Einsatzes bei Versorgern. Die Technik soll kritische Infrastruktur verbessern. Ob sie diese zugleich angreifbarer macht, wird nun geprüft. Fortschritt unter Vorbehalt.

Viel Rakete, wenig Geschäft

Elon Musk hat ein Auto vorgestellt, das fliegen kann. Zumindest kurz. Und zumindest dann, wenn es sich um einen eigens dafür entwickelten Prototyp handelt. Bei der Präsentation des neuen Tesla Roadster am 15. Oktober in Texas demonstrierte das Unternehmen, wie ein Sportwagen mithilfe von Kaltgasdüsen aus der Raumfahrttechnik in die Luft steigt, sich dreht und …

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Kurzmitteilung vom 17.10.2026

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China plant strengere Exportkontrollen für KI-Technologien, während der IWF vor den Risiken unkontrollierter Entwicklung warnt. Die Börsen reagieren nervös auf den KI-Boom. Eine Technik, die alles verändern soll, sorgt zunächst für reichlich Unsicherheit.

Zukunft mit Warnhinweis

Europa hat die künstliche Intelligenz entdeckt und tut, was Europa in solchen Fällen gern tut: Es schreibt erst einmal drauf, dass es künstliche Intelligenz ist. Seit dem 2. August gelten neue Transparenzpflichten des EU AI Act. Anbieter generativer KI müssen künstlich erzeugte oder manipulierte Inhalte grundsätzlich maschinenlesbar markieren. Deepfakes müssen für Menschen erkennbar gekennzeichnet werden. …

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Kurzmitteilung vom 17.10.2026

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Anthropic verspricht gewaltiges Wirtschaftswachstum durch KI, während Meta in Brasilien Vorwürfe politischer Einflussnahme zurückweist. Die Technik soll Wohlstand schaffen und Wahlen unbeeinflusst lassen. Beides klingt gut. Beides muss erst noch bewiesen werden.

KI-Musik bekommt ein Namensschild

Die Musikindustrie hat ein neues Problem. Ihre Sänger brauchen inzwischen weder Stimmbänder noch eine Stimme. Ein Computer genügt, um Melodien, Texte und Gesang zu produzieren. Was bislang mühsam im Tonstudio entstand, lässt sich zunehmend auf Knopfdruck erzeugen. YouTube hat deshalb beschlossen, künstlich erzeugte Musik deutlicher zu kennzeichnen. Nicht etwa, damit sie verschwindet. Das Publikum soll …

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Kurzmitteilung vom 16.10.2026

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Die G7-Staaten planen Übungen gegen KI-gestützte Cyberangriffe. Gleichzeitig meldet Tencent unerwartetes Verhalten von KI-Agenten. Die Systeme werden selbstständiger, die Sicherheitsfragen größer. Fortschritt bedeutet inzwischen offenbar auch, regelmäßig zu üben, wie man ihn wieder einfängt.

Wenn die App nur noch Kulisse ist

Apps könnten bald das Schicksal vieler technischer Errungenschaften teilen: Sie verschwinden nicht, man muss sich nur nicht mehr persönlich mit ihnen beschäftigen. Statt Banking, Kalender, Reiseportal und Buchhaltung einzeln zu öffnen, soll künftig ein KI-Agent verstehen, was erledigt werden muss, und sich selbst durch die benötigten Dienste arbeiten. Der Mensch formuliert das Ziel. Die Software …

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Kurzmitteilung vom 16.10.2026

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Meta öffnet sein KI-Modell für Entwickler, acht US-Bundesstaaten verklagen OpenAI wegen angeblicher Sicherheitsmängel und die US-Verbraucherschutzbehörde nimmt KI-Anbieter ins Visier. Die Branche entwickelt immer leistungsfähigere Systeme. Das Vertrauen muss offenbar noch nachgerüstet werden.

Deutsche KI-Souveränität aus Amerika

Deutschland will bei der künstlichen Intelligenz unabhängiger werden. Dafür holt sich die Bundesregierung ausgerechnet einen amerikanischen Technologiekonzern ins Haus. Nvidia soll helfen, die deutsche Industrie ins KI-Zeitalter zu führen. Man könnte das für einen Widerspruch halten. In der deutschen Digitalpolitik gehört das inzwischen offenbar zum Konzept. Bundeskanzler Friedrich Merz plant nach Recherchen des Handelsblatts eine …

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Kurzmitteilung vom 15.10.2026

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TikTok-Mutter ByteDance gründet ein eigenes Forschungsteam für KI-Sicherheit und sucht weltweit Spezialisten. Künftig sollen leistungsfähige KI-Systeme besser kontrollierbar werden. Ausgerechnet die Entwickler müssen nun erforschen, wie sich ihre eigenen Maschinen im Zaum halten lassen.

Sie könnte uns alle umbringen

Die gute Nachricht ist: Die Leute, die an besonders mächtiger künstlicher Intelligenz arbeiten, denken durchaus über deren Risiken nach. Die etwas schlechtere Nachricht: Einige von ihnen halten es für möglich, dass diese Technik die Menschheit auslöscht. Gebaut wird trotzdem. Jacob Coxon hat drei Jahre lang an der Vorentwicklung großer KI-Modelle bei OpenAI und Anthropic gearbeitet. …

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Kurzmitteilung vom 15.10.2026

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Digitalminister Wildberger erwägt eine Steuer auf hohe KI-Umsätze, um den Wandel der Arbeitswelt zu finanzieren. Wirtschaftsministerin Reiche widerspricht. Die Politik ist sich einig, dass KI vieles verändern wird. Nur bei der Frage, wer dafür bezahlt, endet die Gemeinsamkeit.

Falsch abgebogen

Die künstliche Intelligenz hat einen bemerkenswerten Vorteil: Man kann mit ihr Mitarbeiter entlassen, bevor sie überhaupt bewiesen hat, dass sie deren Arbeit vollständig übernehmen kann. Das spart zunächst Geld und erzeugt schöne Präsentationen. Schwieriger wird es erst, wenn jemand die Arbeit anschließend tatsächlich erledigen soll. Gartner erwartet, dass bis 2029 rund 30 Prozent der Beschäftigten, …

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Kurzmitteilung vom 15.10.2026

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Die Finanzaufsicht fordert mehr menschliche Kontrolle über KI-Agenten. Gleichzeitig steigen die Zweifel an der Finanzierung des KI-Booms. Die Maschinen sollen selbstständiger werden, die Risiken bleiben beim Menschen. Fortschritt mit bekannter Haftungsverteilung.