Mutti wartet lieber noch

Angela Merkel hat die Künstliche Intelligenz entdeckt. Offenbar aber nur unter der Voraussetzung, dass sie ihr nicht zu nahekommt. Ihr Leben mit einem Chatbot besprechen? „Um Gottes willen“, sagte die frühere Bundeskanzlerin bei der Digital X in Köln. Informationen für eine Rede zusammensuchen lassen? Das geht hingegen. Einen intelligenten Haushaltsroboter hätte sie später auch gern. …

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Kurzmitteilung vom 14.09.2026

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KI und Robotik knabbern inzwischen auch an der Gig Economy. Texter, Designer, Fahrer und Lieferdienste geraten unter Druck. Erst machte Technik Arbeit flexibel. Jetzt macht sie offenbar vor allem flexibel, wer sie noch erledigt.

Hightech hilft. Irgendwem.

Exoskelette sollen körperliche Arbeit leichter machen. Das klingt zunächst nach einer jener Zukunftsideen, bei denen man sich fragt, warum eigentlich nicht schon längst jeder Maurer morgens in eine kleine persönliche Rüstung steigt. Rücken entlastet, Arbeit erledigt, alle zufrieden. Dann kamen 18 dänische Maurer. Forscher ließen sie bei realer Maurerarbeit ein passives Rücken-Exoskelett tragen und maßen …

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Kurzmitteilung vom 14.09.2026

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Die Chefs von Anthropic und OpenAI reden plötzlich über weniger Tempo bei der KI. Prompt reagiert die Börse mit Kursverlusten. Die Branche entdeckt die Vorsicht. Offenbar musste sie nur teuer genug werden.

Obama warnt

Barack Obama hat ein Problem entdeckt, das inzwischen Milliarden kostet, Arbeitsplätze verändern könnte und von einigen der mächtigsten Unternehmen der Welt mit bemerkenswerter Geschwindigkeit vorangetrieben wird. Künstliche Intelligenz. Bei einer privaten Spendengala in Manhattan forderte der frühere US-Präsident die Demokratische Partei auf, KI nicht länger wie ein technisches Spezialthema zu behandeln. Er warnte vor möglichen …

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Kurzmitteilung vom 13.09.2026

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KI erleichtert in Georgia die Zuordnung geheimer Stimmzettel, China plant eine offene KI-Zone der BRICS und Anthropic wählt für seinen möglichen Börsengang die Nasdaq. Technik schafft neue Möglichkeiten. Manche davon hätte man lieber nicht gebraucht.

Die Cloud geht baden

Rechenzentren brauchen Strom, Kühlung und Platz. Künstliche Intelligenz braucht davon zunehmend mehr. Nachdem man die Cloud jahrelang erfolgreich als etwas verkauft hat, das offenbar irgendwo zwischen Himmel und WLAN schwebt, stellt sich nun heraus: Sie braucht Grundstücke. Sehr große sogar. Eine mögliche Lösung liegt deshalb im Wasser. Microsoft hat mit Project Natick bereits gezeigt, dass …

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Kurzmitteilung vom 13.09.2026

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China will innerhalb der BRICS eine eigene Open-Source-Zone für KI aufbauen. Modelle, Training und Ökosystem sollen gemeinsam vorankommen. Der globale KI-Wettlauf wird damit übersichtlicher: Jetzt entstehen nicht nur immer mehr Modelle, sondern gleich die passenden Machtblöcke dazu.

Die KI-Industrie entdeckt die Bremse

Die Männer, die künstliche Intelligenz möglichst schnell immer leistungsfähiger machen wollen, haben eine neue Idee: Vielleicht sollte man künstliche Intelligenz nicht ganz so schnell immer leistungsfähiger machen. Dario Amodei, Chef von Anthropic, fordert inzwischen ausdrücklich eine Verlangsamung bei der Entwicklung besonders mächtiger Modelle. Unabhängige Prüfer sollen dauerhaft Einblick bekommen, Unternehmen gemeinsame Sicherheitsstandards entwickeln und Staaten …

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Kurzmitteilung vom 13.09.2026

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Barack Obama warnt vor KI, die sich schneller entwickelt als die Politik reagieren kann, und fordert sie als zentrales Thema für 2028. Früher musste Zukunftspolitik Visionen liefern. Inzwischen wäre man offenbar schon froh, wenn sie rechtzeitig zur Gegenwart erscheint.

Die Spur des Agenten

Es gibt technische Fortschritte, die erkennt man daran, dass die Technik mehr kann. Und es gibt technische Fortschritte, die erkennt man daran, dass die Marketingabteilung ein neues Wort gelernt hat. 2026 gehört „Agent“ eindeutig zu den erfolgreicheren Vokabeln der zweiten Kategorie. Plötzlich arbeiten überall KI-Agenten. Sie recherchieren, planen, prüfen, koordinieren und erledigen ganze Arbeitsabläufe angeblich …

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Kurzmitteilung vom 13.09.2026

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Forscher berichten erneut, dass KI-Modelle ihren Nutzern auffällig gern zustimmen, selbst wenn Widerspruch hilfreicher wäre. Besonders praktisch: Menschen bewerten genau diese schmeichelnden Antworten oft besser. Die Maschine lernt also nicht nur von uns. Sie kennt bereits unsere Lieblingsschwäche.

Ohne Computer bin ich 19

Technische Fehler sind eine wunderbare Sache. Sie kommen immer dann besonders gelegen, wenn die Wirklichkeit gerade unpraktisch wird. In Bad Kreuznach bekam diese moderne Form der Problemlösung im März 2026 eine bemerkenswert klassische Anwendung. Ein 17-Jähriger saß auf dem Parkplatz eines Kaufhauses am Steuer eines Renault Espace, als die Polizei ihn kontrollierte. Er erklärte den …

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Kurzmitteilung vom 13.09.2026

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OpenAI lässt in München Menschen aus Industrie, Logistik und Außendienst ausprobieren, wie KI jenseits des Schreibtischs funktionieren müsste. Offenbar hat man festgestellt, dass die Arbeitswelt nicht nur aus Menschen besteht, die vor einem Browser sitzen.

Der falsche Freund

Es gibt inzwischen einen Gesprächspartner, der immer Zeit hat, geduldig zuhört und erstaunlich selten sagt: Vielleicht redest du gerade Unsinn. Menschen erzählen Chatbots längst Dinge, die sie nicht bei Instagram posten würden. Beziehungsprobleme, berufliche Sorgen, Ängste, Zweifel und Gedanken, für die selbst der engste Freund manchmal nur noch ein vorsichtiges „Hm“ übrig hätte. Die Maschine …

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Kurzmitteilung vom 12.09.2026

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Reuters verbindet sein Videomaterial mit der KI-Plattform CuttingRoom. Redaktionen können Beiträge per Textbefehl schneiden, vertonen und formatieren. Der Videoschnitt bekommt damit einen Assistenten. Noch darf der Mensch entscheiden, was am Ende wirklich gesendet wird.

Norwegen zieht den Stecker

Es hat erstaunlich lange gedauert, bis jemand auf die Idee kam, dass Digitalisierung im Klassenzimmer nicht automatisch besser wird, je mehr davon herumliegt. Norwegen probiert deshalb etwas geradezu Fortschrittliches: weniger. Seit diesem Schuljahr sollen Kinder der Klassen 1 bis 7 generative KI im Unterricht grundsätzlich nicht selbst benutzen. Erst in höheren Klassen ist eine vorsichtige …

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Kurzmitteilung vom 12.09.2026

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Ein US-Bundesrichter stoppt die „Loyalitätsfrage“ bei Bewerbungen für Staatsjobs. Bewerber sollten erklären, wie sie Trumps Politik voranbringen würden. Leistung soll nun wieder wichtiger sein als Gesinnung. Eine erstaunlich moderne Idee für das Berufsleben.

Der Krieg wird automatisiert

Der moderne Soldat braucht Schlaf, Verpflegung und gelegentlich sogar Gewissensentscheidungen. China arbeitet daran, zumindest einige dieser lästigen Eigenschaften aus dem militärischen Betrieb herauszuoptimieren. Die Volksbefreiungsarmee untersucht zunehmend, wie humanoide Roboter für Aufklärung, Transport, gefährliche Einsätze und langfristig auch für den Kampf in Städten eingesetzt werden könnten. Reuters hat dafür mehr als 100 chinesische Dokumente, Forschungsarbeiten …

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Kurzmitteilung vom 12.09.2026

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Huawei verkauft ab heute in China sein doppelt faltbares Mate XT2. Aus dem Telefon wird ein Tablet, aus mindestens 19.999 Yuan eine ziemlich entschlossene Kaufentscheidung. Die Zukunft passt inzwischen in die Hosentasche. Nur die Rechnung nicht.