Demokratie mit Milliardenverstärker

In den Vereinigten Staaten darf grundsätzlich jeder seine politische Meinung vertreten. Wer besonders viel Geld besitzt, darf sie zusätzlich in Millionen Werbespots verbreiten lassen. Elon Musk hat dieses demokratische Prinzip inzwischen zu einer bemerkenswert kostspieligen Kunstform entwickelt. Allein im September überwies der Unternehmer 158 Millionen Dollar an den republikanischen Senate Leadership Fund. Die Organisation leitete …

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Kurzmitteilung vom 02.11.2026

Status

In Berlin diskutiert die Bundesregierung über sichere KI, während Verbraucherschützer strengere Regeln für Chatbots fordern. Der TÜV legt ein Prüfkonzept für leistungsstarke KI-Modelle vor. Die Technik soll immer mehr entscheiden. Wer sie kontrolliert, ist weiter Gegenstand der Debatte.

Du kannst auch weg

Lange galt künstliche Intelligenz als Problem für die einfachen Jobs. Jetzt schaut sie eine Etage höher. Volkswagen, Deutsche Bahn, BMW und Bayer bauen Managementpositionen ab, reduzieren Führungsebenen und versuchen, Hierarchien zu verschlanken. Besonders kräftig fällt der Umbau bei Volkswagen aus. Dort sollen bis zum Ende des Jahrzehnts mehr als 5.500 Führungsstellen verschwinden. Das liegt nicht …

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Kurzmitteilung vom 02.11.2026

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Südkorea plant Milliardeninvestitionen in KI, HSBC ein neues KI-Institut in Hongkong und OpenAI kooperiert mit einem Ölkonzern aus Abu Dhabi. Die künstliche Intelligenz erobert immer neue Branchen. Offenbar ist vor allem eines gesichert: der Kapitalbedarf.

Deutschlands Zukunft braucht eine PIN

Deutschland bereitet den nächsten großen Schritt in die digitale Zukunft vor. Ab dem 2. Januar 2027 soll der Personalausweis aufs Smartphone kommen. Die Anwendung heißt „d-you“ und verspricht, Behördengänge, Bankgeschäfte und Vertragsabschlüsse erheblich zu vereinfachen. Die Bundesregierung hat dafür eine digitale Brieftasche entwickeln lassen, die persönliche Nachweise künftig europaweit verfügbar machen soll. Eine erfreuliche Nachricht …

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Kurzmitteilung vom 01.11.2026

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Großbritannien untersucht Metas Geschäftsbedingungen. Der Konzern könnte Inhalte von Verlagen und Unternehmen für eigene KI-Angebote nutzen, ohne ihnen eine Wahl zu lassen. Ob das rechtswidrig ist, bleibt offen. Die KI braucht schließlich Futter. Am liebsten kostenlos.

Schneller ohne Nutzen

Künstliche Intelligenz hält offenbar, was sie verspricht. Mitarbeiter erledigen ihre Aufgaben schneller, schreiben Texte in Sekunden und lassen sich von digitalen Assistenten durch den Arbeitstag begleiten. Nur eine Kleinigkeit fehlt noch: der wirtschaftliche Nutzen für ihre Arbeitgeber. Eric Kutcher, Nordamerika-Chef der Unternehmensberatung McKinsey, hat auf dieses bemerkenswerte Missverhältnis hingewiesen. Nach einer weltweiten McKinsey-Befragung berichten 80 …

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Kurzmitteilung vom 01.11.2026

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Südkoreas Chipexporte steigen im Oktober um 259 Prozent. Der KI-Boom treibt die Nachfrage nach Halbleitern und Rechenzentren. Während Anleger andernorts an der Rentabilität zweifeln, verdienen die Zulieferer bereits kräftig. Zukunft kostet. Vor allem die anderen.

Jugendliche verbieten ist einfacher

Die sozialen Netzwerke sind ein Problem. Das weiß inzwischen jeder. Besonders gefährlich sind sie für Jugendliche. Deshalb liegt eine Lösung nahe: Man verbietet den Jugendlichen den Zugang und lässt die Plattformen weitermachen. Das ist übersichtlich, politisch gut vermittelbar und erspart zunächst die unangenehme Auseinandersetzung mit milliardenschweren Technologieunternehmen. Auf den Medientagen München diskutierten am 22. Oktober …

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Kurzmitteilung vom 31.10.2026

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Meta gerät wegen seiner KI-Milliarden unter Druck, Reddit verliert an der Börse 29 Prozent und die Nasdaq erlebt einen heftigen Ausverkauf. Die Techbranche investiert weiter in die Zukunft. Die Anleger hätten inzwischen gern eine Gegenwart, die sich rechnet.

Viel Technik, wenig Transparenz

Hollywood lebt von Illusionen. Und offenbar gehört inzwischen auch die Vorstellung dazu, dass man über die Herstellung dieser Illusionen besser nicht allzu viel erfährt. Schauspieler und Regisseur Ben Affleck hat bei seinem neuen Netflix-Thriller „Animals“ Künstliche Intelligenz eingesetzt. Nicht nur gelegentlich, sondern nach eigener Aussage für zahlreiche Aufgaben. Welche das genau waren, möchte er allerdings …

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Kurzmitteilung vom 30.10.2026

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Tech-Aktien stürzen wegen milliardenschwerer KI-Investitionen ab. Capgemini hebt dank KI-Nachfrage seine Prognose an, Foxconn sieht keine KI-Blase. Die Branche verspricht Wachstum, Anleger fürchten Verluste. Offenbar ist die Zukunft vor allem eine Frage der Bilanz.

Trumps Demokratie im Premiumtarif

In den Vereinigten Staaten lässt sich inzwischen sogar die Geschwindigkeit präsidialer Mitteilungen kaufen. Wer wissen möchte, was Donald Trump gerade verkündet, kann Truth Social kostenlos nutzen. Wer es einige Millisekunden früher erfahren möchte, benötigt dagegen ein ordentliches Budget. Bis zu 100.000 Dollar im Monat. Dafür gibt es keine besseren Informationen. Nur dieselben ein wenig früher. …

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Kurzmitteilung vom 29.10.2026

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Frankreichs Mistral veröffentlicht eine frei verfügbare KI für Cybersicherheit. Chinas Z.AI zeigt in Tests, dass KI bereits komplexe Cyberangriffe ausführen kann. Die Technik soll Sicherheitslücken schließen. Dumm nur, dass sie auch weiß, wie man sie ausnutzt.

Dr. ChatGPT hat bestanden

Die gute Nachricht zuerst: Wer demnächst medizinischen Rat braucht, kann sich womöglich den Spezialisten sparen. Vorausgesetzt, die Krankheit besteht aus Multiple-Choice-Fragen. Eine im Juni veröffentlichte Untersuchung hatte nämlich ein eher unangenehmes Ergebnis für Anbieter spezialisierter Medizin-KI. Allgemeine Sprachmodelle wie GPT-5.2, Gemini 3.1 Pro und Claude Opus 4.6 schnitten in mehreren Tests besser ab als eigens …

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Kurzmitteilung vom 29.10.2026

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KI verschlingt Milliarden, doch Anleger fragen zunehmend nach Rendite. Alphabet gerät wegen hoher Investitionen unter Druck, Microsoft überzeugt mit starkem Cloudgeschäft. Die Euphorie bekommt eine neue Kennzahl: Was bleibt eigentlich vom Geld übrig?

Trump erklärt KI zur Superintelligenz

Donald Trump hat ein bemerkenswert einfaches Verfahren entdeckt, um den technologischen Fortschritt zu beschleunigen. Man verändert nicht die Technik, sondern ihren Namen. Aus künstlicher Intelligenz wird Superintelligenz. Das klingt nach einem erheblichen Entwicklungssprung, erfordert aber weder neue Forschung noch leistungsfähigere Computer. Eine Unterschrift genügt. Bereits am 29. September 2026 unterzeichnete der US-Präsident eine entsprechende Anordnung. …

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Kurzmitteilung vom 28.10.2026

Status

Die Datenschutzorganisation noyb hat fünf Beschwerden gegen Scale AI eingereicht. Der Vorwurf: Die KI-Trainingsplattform Outlier überwache Beschäftigte und verlange invasive biometrische Kontrollen. Die KI-Branche verspricht die Arbeit der Zukunft. Ihre eigenen Arbeitskräfte erleben offenbar eine andere.

Wahrheit mit Geschwindigkeitsproblem

In den USA wird am 3. November gewählt. Bis dahin haben die Kandidaten noch Gelegenheit, ihre politischen Programme vorzustellen, ihre Gegner anzugreifen und öffentlich zu dementieren, dass sie Dinge getan haben, die nie stattgefunden haben. Letzteres entwickelt sich offenbar zu einer eigenständigen Wahlkampfdisziplin. Der demokratische Senatskandidat James Talarico aus Texas fehlte Anfang Oktober mehrere Tage …

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Kurzmitteilung vom 28.10.2026

Status

SAP will mit günstigeren KI-Modellen über zwei Milliarden Euro einsparen. OpenAI plant laut Medienbericht den Kauf von Googles KI-Chips. Die Branche entdeckt neben immer größerer Rechenleistung allmählich auch die Kostenfrage. Fortschritt muss sich offenbar rechnen.