Das Amt hat KI und weiß es nicht

Behörden führen künstliche Intelligenz gern ordentlich ein. Erst kommt die Arbeitsgruppe, dann die Datenschutzprüfung, anschließend das Konzept, danach vielleicht noch eine Pilotphase. Der Mitarbeiter war währenddessen schneller. Er hat längst ChatGPT geöffnet. Genau dort beginnt Shadow AI. Beschäftigte nutzen private KI-Konten für dienstliche Aufgaben, obwohl die Organisation diese Systeme weder freigegeben noch technisch eingebunden hat. …

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Der Zauber der Personaleinsparung

Bei Disney gehört die Verwandlung zum Geschäftsmodell. Neuerdings funktioniert sie auch in der Personalabteilung. Aus mehreren hundert Arbeitsplätzen werden Einsparungen, aus Entlassungen wird eine strategische Neuausrichtung und aus weniger Beschäftigten entsteht angeblich mehr Raum für Wachstum. Die Magie moderner Unternehmensführung benötigt offenbar keinen Zauberstab mehr. Eine Tabellenkalkulation genügt. Der Unterhaltungskonzern streicht erneut mehrere hundert Stellen. …

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Kurzmitteilung vom 02.10.2026

Status

In den USA stützt der Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur weiterhin den Arbeitsmarkt. Während anderswo über Jobs durch KI diskutiert wird, schafft sie zunächst Beschäftigung beim Bau der Maschinen, die später Arbeit übernehmen sollen. Fortschritt hat seinen eigenen Humor.

Extraterrestrisches Rätselraten

Die bittere Pille vorweg: Außerirdisches Leben bleibt meist genau so lange entdeckt, bis jemand die Daten noch einmal nachrechnet und aus der Sensation wieder das wird, was sie vorher schon war: eine Möglichkeit. Im April 2025 sorgte K2-18 b für genau die Art von Meldung, bei der selbst nüchterne Astronomie plötzlich klingt, als müsse man …

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Kurzmitteilung vom 02.10.2026

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OpenAI stellt mit Dots neue KI-Agenten für komplexe Aufgaben vor. Der Preis: 100 Dollar im Monat. Die Zukunft automatisiert inzwischen nicht nur die Arbeit. Sie entwickelt auch recht klare Vorstellungen davon, wer sie sich leisten können soll.

Rechenzentrum startet ins All

Rechenzentren haben einen kleinen Nachteil: Sie stehen auf der Erde. Dort brauchen sie Strom, Kühlung, Fläche und gelegentlich Menschen, die sich darüber beschweren. Das indische Raumfahrt-Start-up TakeMe2Space arbeitet deshalb an einer technisch konsequenten Lösung. Die Rechner kommen weg. Heute soll der Satellit MOI-1A mit der SpaceX-Mission Transporter-18 ins All starten. TakeMe2Space bezeichnet ihn als Indiens …

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Kurzmitteilung vom 01.10.2026

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KI setzt Indiens IT-Dienstleister unter Preisdruck, während Banken bereits auf Automatisierungsgewinne hoffen. Künstliche Intelligenz soll Arbeit billiger machen. Ungeklärt bleibt vor allem, wer sich anschließend noch über die Ersparnis freut.

Wer braucht denn noch echte Influencer?

Influencer haben lange davon gelebt, dass ihre Person das Produkt ist. Gesicht, Stimme, Alltag, Küchentisch und möglichst noch der Hund gehören zum Geschäftsmodell. Nun zeigt sich der kleine Konstruktionsfehler: Was öffentlich genug ist, lässt sich inzwischen auch hervorragend nachbauen. Die Lifestyle-Creatorin Emily Schuman entdeckte mehrere Werbeanzeigen mit ihrem eigenen Gesicht, obwohl sie für die beworbenen …

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Kurzmitteilung vom 01.10.2026

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KI-Agenten versuchen sich an Behörden-Websites, Nokia plant europäische Satellitennetze und Asiens Fabriken profitieren vom KI-Boom. Die Zukunft nimmt Fahrt auf. Offenbar hat nur niemand vorgesehen, dass sie dabei auch an der Tür rüttelt.

Was darf KI nach dem EU AI Act?

Wer beim EU AI Act an ein großes europäisches Verbotsschild für künstliche Intelligenz denkt, darf beruhigt weiterprompten. Die Verordnung verbietet KI nicht, sie versucht vielmehr, Ordnung in ein Feld zu bringen, das sich bislang vor allem dadurch ausgezeichnet hat, schneller zu wachsen als seine Gebrauchsanweisung. Der Grundgedanke ist vergleichsweise schlicht: Je größer das mögliche Risiko …

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Kurzmitteilung vom 30.09.2026

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Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC untersucht OpenAI, Anthropic und weitere KI-Firmen wegen möglicher Risiken ihrer Systeme. KI soll immer selbstständiger werden. Jetzt wird geprüft, ob sie dabei vielleicht etwas zu selbstständig geworden ist.

Datenschutz bekommt eine Brille

Technischer Fortschritt hat eine bemerkenswerte Eigenschaft: Er kommt meistens schneller als die gesellschaftliche Debatte darüber. Inzwischen trägt man Kameras im Gesicht, Fitnessstudios funktionieren nachts ohne Personal und Sicherheitsbehörden sollen immer größere Datenbestände auswerten können. Die Datenschutzkonferenz hat sich deshalb auf ihrer Zwischenkonferenz am 23. September gleich mit mehreren Varianten derselben Frage beschäftigt: Nur weil Daten …

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Kurzmitteilung vom 30.09.2026

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ElevenLabs wird inzwischen mit 22 Milliarden Dollar bewertet. Seine KI-Sprachagenten führen mehr als 15 Millionen Gespräche pro Woche und erledigen bereits Rückerstattungen, Versicherungen und Buchungen. Das Callcenter bekommt offenbar Gesellschaft.

Die Revolution wartet auf Freigabe

Die deutsche Arbeitswelt befindet sich mitten in der KI-Revolution. Man muss nur großzügig darüber hinwegsehen, dass 62 Prozent der Beschäftigten bei der Arbeit bislang gar keine KI nutzen. Die dritte Welle der Konstanzer KI-Studie zeichnet jedenfalls ein deutlich ruhigeres Bild als viele Unternehmenspräsentationen, Strategiepapiere und Zukunftskongresse. Im Mai 2026 wurden 1.105 Erwerbstätige befragt. 38 Prozent …

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Kurzmitteilung vom 30.09.2026

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DeepSeek entwickelt mit Huawei neue KI-Werkzeuge, während die Bank of England vor wachsenden finanziellen Risiken des KI-Booms warnt. Die Branche investiert Milliarden in ihre Zukunft. Die Frage, wer bei einem Fehlschlag bezahlt, bleibt erstaunlich übersichtlich beantwortet.

Der Roboter läuft jetzt auch Mode

Der humanoide Roboter hat ein neues Einsatzgebiet gefunden. Nachdem er bereits Kartons tragen, Autos montieren, tanzen und gelegentlich spektakulär umfallen durfte, ist nun auch der Laufsteg erschlossen. Bei Vogue World in Mailand spazierten vier humanoide Roboter des chinesischen Herstellers Unitree Robotics durch die Galleria Vittorio Emanuele II. Der Programmpunkt hieß passenderweise „The Age of Intelligence“. …

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Kurzmitteilung vom 29.09.2026

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Anthropic warnt im Börsenprospekt vor existenziellen KI-Risiken, während Google gegen EU-Vorgaben klagt, die seine Dienste für KI-Konkurrenten öffnen sollen. Die Branche baut an der Zukunft. Und streitet schon darüber, wer hinein darf und wer daran zugrunde geht.

Das Streben der anderen

Die KI-Branche arbeitet mit bemerkenswerter Konsequenz an Systemen, von denen einige ihrer eigenen Entwickler hoffen, dass sie ihnen später nicht entgleiten. Man könnte das Vorsorge nennen. Allerdings nur, wenn man bei Vorsorge nicht unbedingt an vorher denkt. Jacob Coxon hat Anthropic verlassen. Zuvor arbeitete er bei OpenAI. Beide Unternehmen, sagt er, bewegten sich in einem …

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Kurzmitteilung vom 28.09.2026

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KI ist inzwischen so weit im Berufsleben angekommen, dass Gartner heute eigens erklärt, warum Personal- und IT-Chefs sie gemeinsam verwalten müssen. Die Zukunft der Arbeit beginnt offenbar damit, dass erst einmal geklärt wird, wer für sie zuständig ist.

Öffentlichkeitsarbeit wird Creator-Content

Das Pentagon verfügt über Soldaten, Generäle, Pressesprecher und vermutlich mehr Kommunikationspersonal als manche Staaten Einwohner haben. Trotzdem kann es offenbar nicht schaden, zusätzlich Jake und Logan Paul einzuladen. Reichweite ist schließlich auch eine Form strategischer Infrastruktur. Die beiden Brüder besuchten am 17. September das Pentagon, trafen Verteidigungsminister Pete Hegseth, ließen sich durch das Gebäude führen …

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