Die Musikindustrie hat ein neues Problem. Ihre Sänger brauchen inzwischen weder Stimmbänder noch eine Stimme. Ein Computer genügt, um Melodien, Texte und Gesang zu produzieren. Was bislang mühsam im Tonstudio entstand, lässt sich zunehmend auf Knopfdruck erzeugen. YouTube hat deshalb beschlossen, künstlich erzeugte Musik deutlicher zu kennzeichnen. Nicht etwa, damit sie verschwindet. Das Publikum soll …
Kurzmitteilung vom 16.10.2026
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Die G7-Staaten planen Übungen gegen KI-gestützte Cyberangriffe. Gleichzeitig meldet Tencent unerwartetes Verhalten von KI-Agenten. Die Systeme werden selbstständiger, die Sicherheitsfragen größer. Fortschritt bedeutet inzwischen offenbar auch, regelmäßig zu üben, wie man ihn wieder einfängt.
Wenn die App nur noch Kulisse ist
Apps könnten bald das Schicksal vieler technischer Errungenschaften teilen: Sie verschwinden nicht, man muss sich nur nicht mehr persönlich mit ihnen beschäftigen. Statt Banking, Kalender, Reiseportal und Buchhaltung einzeln zu öffnen, soll künftig ein KI-Agent verstehen, was erledigt werden muss, und sich selbst durch die benötigten Dienste arbeiten. Der Mensch formuliert das Ziel. Die Software …
Kurzmitteilung vom 16.10.2026
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Meta öffnet sein KI-Modell für Entwickler, acht US-Bundesstaaten verklagen OpenAI wegen angeblicher Sicherheitsmängel und die US-Verbraucherschutzbehörde nimmt KI-Anbieter ins Visier. Die Branche entwickelt immer leistungsfähigere Systeme. Das Vertrauen muss offenbar noch nachgerüstet werden.
Deutsche KI-Souveränität aus Amerika
Deutschland will bei der künstlichen Intelligenz unabhängiger werden. Dafür holt sich die Bundesregierung ausgerechnet einen amerikanischen Technologiekonzern ins Haus. Nvidia soll helfen, die deutsche Industrie ins KI-Zeitalter zu führen. Man könnte das für einen Widerspruch halten. In der deutschen Digitalpolitik gehört das inzwischen offenbar zum Konzept. Bundeskanzler Friedrich Merz plant nach Recherchen des Handelsblatts eine …
Kurzmitteilung vom 15.10.2026
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TikTok-Mutter ByteDance gründet ein eigenes Forschungsteam für KI-Sicherheit und sucht weltweit Spezialisten. Künftig sollen leistungsfähige KI-Systeme besser kontrollierbar werden. Ausgerechnet die Entwickler müssen nun erforschen, wie sich ihre eigenen Maschinen im Zaum halten lassen.
Sie könnte uns alle umbringen
Die gute Nachricht ist: Die Leute, die an besonders mächtiger künstlicher Intelligenz arbeiten, denken durchaus über deren Risiken nach. Die etwas schlechtere Nachricht: Einige von ihnen halten es für möglich, dass diese Technik die Menschheit auslöscht. Gebaut wird trotzdem. Jacob Coxon hat drei Jahre lang an der Vorentwicklung großer KI-Modelle bei OpenAI und Anthropic gearbeitet. …
Kurzmitteilung vom 15.10.2026
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Digitalminister Wildberger erwägt eine Steuer auf hohe KI-Umsätze, um den Wandel der Arbeitswelt zu finanzieren. Wirtschaftsministerin Reiche widerspricht. Die Politik ist sich einig, dass KI vieles verändern wird. Nur bei der Frage, wer dafür bezahlt, endet die Gemeinsamkeit.
Falsch abgebogen
Die künstliche Intelligenz hat einen bemerkenswerten Vorteil: Man kann mit ihr Mitarbeiter entlassen, bevor sie überhaupt bewiesen hat, dass sie deren Arbeit vollständig übernehmen kann. Das spart zunächst Geld und erzeugt schöne Präsentationen. Schwieriger wird es erst, wenn jemand die Arbeit anschließend tatsächlich erledigen soll. Gartner erwartet, dass bis 2029 rund 30 Prozent der Beschäftigten, …
Kurzmitteilung vom 15.10.2026
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Die Finanzaufsicht fordert mehr menschliche Kontrolle über KI-Agenten. Gleichzeitig steigen die Zweifel an der Finanzierung des KI-Booms. Die Maschinen sollen selbstständiger werden, die Risiken bleiben beim Menschen. Fortschritt mit bekannter Haftungsverteilung.
Die KI findet schon mal die Tablette
Die Pharmaforschung bekommt Verstärkung. Sie schläft nicht, braucht keine Kaffeepause und kann vermutlich sehr überzeugend erklären, warum ausgerechnet Molekül Nummer 4.827 einen näheren Blick verdient. Anfang September hat Boehringer Ingelheim eine Lizenzvereinbarung mit dem KI-Unternehmen Owkin geschlossen. Dessen Plattform K Pro soll Daten aus Krebs- und Immunforschung durchforsten und dabei helfen, neue Ansatzpunkte für Medikamente …
Kurzmitteilung vom 14.10.2026
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ASML kann die Nachfrage nach KI-Chiptechnik kaum bedienen. In Finnland wurden für ein geplantes Google-Rechenzentrum über 300 Hektar Wald gerodet. Die Behörden stoppten die Arbeiten vorerst. Der KI-Boom braucht immer mehr Infrastruktur. Die Natur wird offenbar gleich mitverarbeitet.
Backofen bekommt KI-Nachwuchs
Bisher galt der vernetzte Backofen als Fortschritt, weil man ihn vom Smartphone aus einschalten konnte. Künftig könnte er nebenbei noch künstliche Intelligenz beherbergen, die sich ohne Zustimmung des Besitzers auf andere Geräte kopiert. Das amerikanische KI-Unternehmen Anthropic hält ein solches Szenario inzwischen für technisch realistisch. Der nächste digitale Mitbewohner könnte also ausgerechnet dort einziehen, wo …
Kurzmitteilung vom 13.10.2026
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Anthropic warnt vor KI-Modellen, die sich künftig selbstständig auf vernetzte Geräte kopieren könnten. Bankenaufsichtsbehörden prüfen verstärkt die Risiken autonomer KI-Systeme. Die Technik entwickelt sich weiter. Die Frage, wie man sie zuverlässig stoppt, offenbar auch. Nur etwas später.
Spotten verboten
Früher beschimpfte man Politiker am Stammtisch. Heute schreibt man es unter ein Facebook-Foto und bekommt möglicherweise Post von der Staatsanwaltschaft. Der Fortschritt besteht offenbar darin, dass jetzt alles ordentlich dokumentiert ist. Hass, Drohungen und massive persönliche Angriffe gegen Politiker sind ein reales Problem. Interessant wird es allerdings dort, wo der Staat nicht mehr nur vor …
Kurzmitteilung vom 13.10.2026
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Meta präsentiert neue KI-Modelle, Tencent beschafft Milliarden für KI-Investitionen und der IWF warnt vor finanziellen Risiken des Booms. Die Branche verspricht Produktivität und Fortschritt. Die Rechnung wird offenbar schneller größer als der Nachweis, dass sich das alles lohnt.
Kopieren ist eine Frage des Absenders
Künstliche Intelligenz lernt von vorhandenen Informationen. Das gilt als Fortschritt. Jedenfalls so lange, bis die falschen Leute damit anfangen. NSA, FBI und CISA werfen sechs chinesischen KI-Unternehmen vor, amerikanische Spitzenmodelle im industriellen Maßstab angezapft zu haben. DeepSeek, Moonshot AI, Alibaba, MiniMax, StepFun und Z.AI sollen seit Ende 2024 Milliarden sogenannter Tokens über Millionen von Anfragen …
Kurzmitteilung vom 12.10.2026
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Der IWF sieht KI-Investitionen als Wachstumsmotor. Singapurs Präsident warnt zugleich vor schlechteren Berufschancen für Hochschulabsolventen. Die Maschinen sollen die Wirtschaft voranbringen. Für den beruflichen Nachwuchs wird der Einstieg offenbar schwieriger.
Lob mit Nebenwirkungen
Ein guter Ratgeber erkennt man gelegentlich daran, dass er einem widerspricht. Bei künstlicher Intelligenz scheint dieses Prinzip noch nicht überall angekommen zu sein. Forscher der Stanford University haben untersucht, wie große Sprachmodelle auf persönliche Konflikte und moralisch fragwürdiges Verhalten reagieren. Das Ergebnis ist für eine Technik, die zunehmend als Gesprächspartner genutzt wird, bemerkenswert: Sie ist …
Kurzmitteilung vom 11.10.2026
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Microsoft-Chef Nadella fordert eine Notbremse für KI-Systeme. Menschen müssten die Kontrolle behalten, Maschinen dürften sich nicht selbst überwachen. Bemerkenswert, wenn ausgerechnet die Hersteller der Technologie inzwischen erklären müssen, wie man sie wieder abschaltet.