Der Experte aus dem Eingabefeld

Früher musste man jahrelang etwas können, bevor andere glaubten, man könne es. Heute reicht ein Laptop und die Fähigkeit, eine Frage ordentlich in ein Eingabefeld zu schreiben. Das spart Zeit. Vor allem die lästige Strecke zwischen Ahnungslosigkeit und Erfahrung. Generative KI kann Wissensunterschiede tatsächlich verkleinern. Eine viel beachtete Untersuchung mit mehr als 5.000 Beschäftigten im …

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Der Himmel bekommt einen Ausschalter

Satelliten waren einmal Dinge, die Wetterbilder lieferten und irgendwo weit oben geheimnisvoll piepsten. Inzwischen hängen an ihnen Navigation, Kommunikation, Bankensysteme, Stromnetze, Landwirtschaft, militärische Aufklärung und zunehmend auch Datenverarbeitung. Der Weltraum wird zur Infrastruktur. Damit bekommt Fortschritt eine seiner zuverlässigsten Nebenwirkungen: Abhängigkeit. Satellitennavigation ist längst kein Zusatzdienst mehr. Nach Angaben der ESA hängen erhebliche Teile der …

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Kinderschutz für 18 Milliarden

Meta hat den Kinderschutz entdeckt. Es brauchte dafür nur jahrelange Kritik, Klagen amerikanischer Bundesstaaten und einen Vergleich, der bis zu 18 Milliarden Dollar kosten kann. Manche pädagogischen Erkenntnisse brauchen offenbar einen gewissen finanziellen Nachdruck. Ende August einigte sich der Konzern im Streit um die Auswirkungen von Facebook und Instagram auf Minderjährige auf weitreichende Änderungen. Jugendliche …

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Das Rezept für 820 Kilo Haschisch

Es gibt Influencer, die verkaufen Proteinpulver, Kosmetik oder den Eindruck, ihr Leben bestehe hauptsächlich aus Sonnenuntergängen. Georges Dib verkaufte Süßigkeiten. Die libanesische Justiz wirft ihm allerdings vor, dass seine Produkte gelegentlich über eine bemerkenswert reichhaltige Zutatenliste verfügten. Dib, auf TikTok als „Dr Food“ bekannt und dort von mehr als acht Millionen Menschen verfolgt, wurde am …

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Erst benutzen, dann fragen

Meta hat im Juli eine bemerkenswerte Vorstellung davon geliefert, was Zustimmung im Zeitalter künstlicher Intelligenz bedeuten kann. Mit dem neuen Bildgenerator Muse Image konnten Instagram-Nutzer öffentliche Accounts erwähnen und deren Fotos als Ausgangsmaterial für KI-generierte Bilder verwenden. Wer sein Profil öffentlich gestellt hatte, durfte damit gewissermaßen auch als unfreiwilliger Rohstofflieferant für fremde Kreativität dienen. Informiert …

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Wenn die KI denkt, bevor wir es tun

Denken ist anstrengend. Praktischerweise gibt es inzwischen Maschinen, die einem einen beträchtlichen Teil davon abnehmen. Sie recherchieren, fassen zusammen, formulieren Argumente, schreiben Texte und erklären auf Wunsch auch noch, was man davon halten könnte. Das spart Zeit. Und möglicherweise irgendwann die Übung. Genau hier beginnt das Problem. Forscher von Microsoft Research befragten 319 Wissensarbeiter zu …

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Wenn ChatGPT plötzlich Beine bekommt

Der große Durchbruch humanoider Roboter beginnt vermutlich an dem Tag, an dem man bei einer Fehlfunktion nicht mehr den Laptop zuklappt, sondern einen Schritt zurücktritt. Denn künstliche Intelligenz bekommt gerade Arme, Beine, Gewicht und Kraft. Was bisher vor allem Texte, Bilder und Rechenleistung produzierte, soll nun durch Fabrikhallen und irgendwann durch Wohnungen laufen. NVIDIA spricht …

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Das Fitnessstudio als Filmset

Ein Fitnessstudio ist eigentlich ein überschaubarer Ort. Menschen gehen hin, trainieren, schwitzen und versuchen dabei möglichst wenig darüber nachzudenken, wie sie aussehen. Dann kamen Influencer. Die Fitness-Influencerin Edda Pilz bekam im Juli Ärger mit der Kette John Reed und durfte dort schließlich nicht mehr trainieren. Nach Darstellung des Unternehmens war das kein spontaner Rauswurf, sondern …

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Wenn der Minister spricht, war die KI nur zufällig dabei

Politische Reden haben einen Vorteil: Sobald der Minister am Pult steht, gehören die Worte ihm. Jedenfalls offiziell. Wie sie vorher dorthin gekommen sind, möchte die Bundesregierung lieber nicht allzu genau erklären. Auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion konnte sie jedenfalls nicht beziffern, wie oft Reden und Artikel von Mitgliedern der Bundesregierung teilweise oder vollständig mithilfe …

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Der Detektor hat da so ein Gefühl

Es wäre praktisch, wenn sich künstliche Intelligenz nach getaner Arbeit wenigstens ordentlich ausweisen müsste. Mensch geschrieben, Maschine geschrieben, vielleicht noch ein kleines digitales Dienstsiegel darunter. Stattdessen gibt es KI-Detektoren. Die versprechen etwas, das im Alltag sehr viel eindeutiger klingt, als es wissenschaftlich ist. Eine Untersuchung auf der NAACL 2025 testete mehrere bekannte Verfahren wie Fast-DetectGPT, …

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Traumjob mit Nebenwirkungen

Influencer zu sein gilt als Traumjob, bis der Traumjob verlangt, dass man regelmäßig arbeitet. Dann beginnt erstaunlich schnell die Debatte über Leistungsdruck, Burnout und die brutale Zumutung, auch an einem Dienstag etwas veröffentlichen zu müssen. Ganz erfunden ist das Problem nicht. Wer von Plattformen wie Instagram, TikTok oder YouTube lebt, hängt von Reichweite ab, und …

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KI muss nicht böse sein. Gefährlich reicht

Dass ausgerechnet die USA und China über die Sicherheit künstlicher Intelligenz sprechen, darf man durchaus als Hinweis verstehen. Zwei Staaten, die sich bei Halbleitern, Technologie und geopolitischem Einfluss eher ungern gegenseitig den Vortritt lassen, entdecken laut Reuters plötzlich ein gemeinsames Interesse: Die Maschinen sollten möglichst nicht außer Kontrolle geraten. Das beruhigt ungemein. Das eigentliche Problem …

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Die Schattenseite der Reichweite

Das Geschäftsmodell Influencer beruht auf Nähe. Man spricht nicht zu einem Publikum, sondern angeblich mit Freunden. Man nimmt sie mit ins Schlafzimmer, an den Frühstückstisch und durch den eigenen Alltag. Problematisch wird dieses Prinzip spätestens dann, wenn ein beträchtlicher Teil dieser Freunde noch zur Schule geht. Der Fall des britisch-polnischen YouTubers Stuart K.-B., bekannt als …

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Der Mond gehört niemandem. Noch nicht.

Der Mond ist seit Milliarden Jahren da. Jetzt, da auf der Erde offenbar alles ausreichend geregelt ist, fällt uns wieder ein, dass man dort vielleicht etwas holen könnte. Die USA treiben mit Artemis eine dauerhafte Rückkehr zum Mond voran, China verfolgt eigene langfristige Pläne, und private Unternehmen stehen längst nicht mehr nur daneben. NASA nennt …

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Je besser KI klingt, desto weniger darf man ihr glauben

Wenn künstliche Intelligenz überzeugend formuliert, entsteht leicht der Eindruck, sie wisse auch, wovon sie spricht. Genau darin liegt eines ihrer größten Risiken. Denn eine sprachlich saubere Antwort ist noch lange keine verlässliche Antwort. Das eigentliche Problem ist deshalb nicht, dass KI Fehler macht. Menschen machen schließlich auch welche. Problematisch wird es dort, wo aus einer …

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100 Millionen Euro später

Mehr als 100 Millionen Euro für neue Verwaltungssoftware auszugeben, ist eine Leistung. Danach Rechnungen nicht mehr zuverlässig bezahlen zu können, bereits Konzeptkunst. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit hat damit gezeigt, was Digitalisierung im öffentlichen Umfeld leisten kann, wenn Geld, Berater und Wirklichkeit nur entschlossen genug voneinander getrennt werden. Rund 40 Millionen Euro sollen allein …

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Veröffentlicht unter Wandel

Kolonialismus für Klicks

Es gibt auf diesem Planeten tatsächlich noch Menschen, die nicht gefilmt werden möchten. Für die moderne Creator Economy ist das offenbar weniger ein Wunsch als eine Herausforderung. Der US-Amerikaner Mykhailo Polyakov fuhr im März 2025 mit einem Schlauchboot nach North Sentinel Island, obwohl die indischen Behörden den Kontakt zu den dort lebenden Sentinelesen ausdrücklich verbieten. …

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Beim Datenschutz hört die Werbung mit

Gesundheitsdaten sind privat. Das ist zumindest die traditionelle Vorstellung. Im Zeitalter der personalisierten Werbung lässt sich offenbar auch darüber noch einmal reden. Die US-Handelsbehörde FTC hat den Telemedizinanbieter Hims & Hers Ende Juli 2026 verklagt. Gemeinsam mit Behörden aus Utah und Kalifornien wirft sie dem Unternehmen vor, sensible Gesundheitsinformationen von Kunden an Werbeplattformen wie Meta …

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Bei Meta zieht die Werbung blank

Meta hat klare Regeln. Werbung für Programme, die Menschen per KI digital entkleiden, ist auf Facebook und Instagram verboten. Das Unternehmen geht nach eigenen Angaben gegen solche Dienste vor, entfernt Anzeigen und sperrt entsprechende Links. Das klingt beruhigend. Nur liefen trotzdem Tausende dieser Anzeigen auf genau diesen Plattformen. Das Tech Transparency Project hat sich Metas …

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Der Kollege ohne Feierabend

Der neue Kollege kommt nicht zu spät, braucht keinen Urlaub und beschwert sich auch nicht darüber, dass schon wieder jemand die Kaffeemaschine nicht entkalkt hat. Dafür benötigt er Zugriffsrechte auf halbe Unternehmenssysteme und gelegentlich jemanden, der kontrolliert, ob er gerade Unsinn erledigt. Willkommen im Zeitalter der KI-Agenten. Aus dem Chatbot, dem man eine Frage stellt …

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