Wie sieht die Energieversorgung der Zukunft aus?

Die Energieversorgung der Zukunft wird voraussichtlich stärker elektrisch und deutlich stärker von erneuerbaren Energien geprägt sein. Besonders Solar- und Windenergie wachsen schnell. Die Internationale Energieagentur erwartet, dass erneuerbare Energien auch in den kommenden Jahren schneller zulegen als andere große Energiequellen.

Strom wird dabei in Bereichen wichtiger, die heute noch stark von Öl oder Gas abhängen. Elektroautos ersetzen Verbrennungsmotoren, Wärmepumpen können Gebäude beheizen und auch Industrieprozesse werden zunehmend elektrifiziert. Gleichzeitig werden Wasserkraft, Kernenergie, Bioenergie und in bestimmten Bereichen Wasserstoff weiterhin eine Rolle spielen. Welche Mischung entsteht, wird sich von Land zu Land unterscheiden.

Eine Herausforderung liegt darin, dass Sonne und Wind nicht ständig gleich viel Strom liefern. Deshalb müssen Stromnetze ausgebaut und flexibler werden. Speicher, grenzüberschreitende Netze und ein besser abgestimmter Verbrauch sollen Schwankungen ausgleichen. IRENA betrachtet den Ausbau von Netzen und Speichern als entscheidend für Energiesysteme mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien.

Fossile Brennstoffe werden dadurch nicht plötzlich verschwinden. Ihr Anteil dürfte jedoch langfristig zurückgehen, wenn Klimaziele erreicht werden sollen. Die Energieversorgung der Zukunft besteht deshalb weniger aus einer einzelnen neuen Technologie als aus einem stärker vernetzten System aus erneuerbarer Erzeugung, Speichern, leistungsfähigen Stromnetzen und effizienter Nutzung.


Quellen:
▪︎ Internationale Energieagentur: World Energy Outlook 2025
▪︎ Internationale Energieagentur: Renewables 2025
▪︎ International Renewable Energy Agency: Regional Energy Transition Outlook – European Union