Den Klimawandel vollständig rückgängig zu machen, ist nicht mehr möglich. Seine weitere Verstärkung lässt sich jedoch begrenzen. Entscheidend dafür ist, wie schnell die weltweiten Emissionen von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen sinken.
Der Weltklimarat IPCC kommt zu dem Ergebnis, dass sich die vom Menschen verursachte Erwärmung stabilisieren lässt, wenn die globalen Netto-CO₂-Emissionen auf null sinken. Jede zusätzliche ausgestoßene Menge Kohlendioxid erhöht dagegen die Erwärmung weiter. Deshalb macht auch jeder vermiedene Bruchteil eines Grades einen Unterschied für zukünftige Klimarisiken.
Das Ziel, die Erwärmung langfristig möglichst nahe bei 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu halten, ist inzwischen sehr schwer erreichbar. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen geht davon aus, dass die durchschnittliche Erwärmung diese Marke sehr wahrscheinlich zeitweise überschreiten wird. Mit den derzeitigen politischen Maßnahmen steuert die Welt nach seiner Einschätzung auf deutlich mehr Erwärmung zu.
Klimaschutz ist deshalb nicht bedeutungslos, wenn einzelne Temperaturziele verfehlt werden. Je stärker die Emissionen sinken, desto geringer fallen langfristig zusätzliche Erwärmung und viele damit verbundene Risiken aus. Gleichzeitig bleiben Anpassungsmaßnahmen notwendig, weil ein Teil der Klimaveränderungen bereits eingetreten ist und manche Folgen noch lange anhalten werden.
Quellen:
▪︎ Intergovernmental Panel on Climate Change: AR6 Synthesis Report
▪︎ United Nations Environment Programme: Emissions Gap Report 2025
▪︎ World Meteorological Organization: State of the Global Climate 2025