Ob künstliche Intelligenz den eigenen Job ersetzen wird, hängt weniger von der Berufsbezeichnung ab als von den einzelnen Tätigkeiten. Nach heutigem Forschungsstand ist es wahrscheinlicher, dass KI viele Arbeitsplätze verändert, als dass sie ganze Berufe vollständig abschafft.
Besonders gut automatisierbar sind Aufgaben, die regelmäßig nach ähnlichen Mustern ablaufen und vollständig digital bearbeitet werden können. Dazu gehören etwa Datenerfassung, einfache Textbearbeitung, standardisierte Auswertungen oder bestimmte Verwaltungs- und Kundenserviceaufgaben. Die OECD weist jedoch darauf hin, dass eine hohe Berührung mit KI nicht automatisch ein hohes Risiko für den Arbeitsplatz bedeutet. Gerade viele qualifizierte Berufe sind stark von KI betroffen, enthalten aber zugleich komplexe, soziale oder nicht routinemäßige Aufgaben, die sich schwer vollständig automatisieren lassen.
KI kann daher auch zum Werkzeug werden. Beschäftigte können Routinearbeiten schneller erledigen und mehr Zeit für Aufgaben verwenden, bei denen Erfahrung, Verantwortung, Kreativität oder zwischenmenschliche Fähigkeiten gefragt sind.
Trotzdem kann technischer Fortschritt einzelne Tätigkeiten und Arbeitsplätze überflüssig machen. Besonders gefährdet sind Beschäftigte, deren Arbeit überwiegend aus leicht standardisierbaren Aufgaben besteht. Gleichzeitig entstehen neue Aufgaben und Berufsbilder.
Eine sichere Antwort für den einzelnen Arbeitsplatz gibt es daher nicht. Entscheidend ist, wie automatisierbar die konkreten Aufgaben sind und wie Unternehmen KI tatsächlich einsetzen.
Quellen:
▪︎ OECD: Skills in the AI age
▪︎ OECD: Skills Outlook 2025,
▪︎ OECD: Artificial intelligence and the changing demand for skills in the labour market