Wie verändert sich die Arbeitswelt in Zukunft?

Die Arbeitswelt verändert sich nicht nur durch künstliche Intelligenz. Mehrere Entwicklungen greifen gleichzeitig ineinander: Automatisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel, neue Arbeitsformen und der ökologische Umbau der Wirtschaft. Dadurch verschwinden manche Aufgaben, andere entstehen neu und viele Berufe verändern ihren Schwerpunkt.

Besonders sichtbar ist derzeit der Einfluss von KI. Sie übernimmt oder unterstützt zunehmend Tätigkeiten wie Schreiben, Auswerten, Recherchieren, Planen oder Programmieren. Aktuelle Untersuchungen der Internationalen Arbeitsorganisation zeigen jedoch, dass großflächige Arbeitsplatzverluste bislang begrenzt sind. Häufig verändert sich zunächst die Organisation der Arbeit. Beschäftigte sparen Zeit bei einzelnen Aufgaben, müssen Ergebnisse stärker kontrollieren und benötigen neue digitale sowie soziale Kompetenzen.

Gleichzeitig entstehen neue Risiken. Dazu gehören stärkere Überwachung, algorithmische Leistungsbewertung, wachsende Ungleichheiten und Nachteile für Beschäftigte, deren Tätigkeiten leichter automatisierbar sind. Auch junge Menschen könnten stärker betroffen sein, wenn typische Einstiegsaufgaben zunehmend von Software erledigt werden.

Die Zukunft der Arbeit besteht deshalb wahrscheinlich weniger aus einem allgemeinen Verschwinden von Berufen als aus einem dauernden Umbau ihrer Aufgaben. Anpassungsfähigkeit, Weiterbildung und die Fähigkeit, technische Systeme sinnvoll zu beurteilen, werden dadurch wichtiger.


Quellen:
▪︎ Internationale Arbeitsorganisation: Changing landscape of skills in the age of AI
▪︎ Internationale Arbeitsorganisation: The impact of GenAI on jobs, productivity and work organization
▪︎ OECD: Recent policy developments on AI in the labour market