Künstliche Intelligenz begegnet vielen Menschen täglich, oft ohne dass sie ausdrücklich als KI bezeichnet wird. Typische Beispiele sind Suchmaschinen, Navigationsprogramme, automatische Übersetzungen, Sprachassistenten, Spamfilter und Empfehlungssysteme von Onlineshops, Streamingdiensten oder sozialen Netzwerken.
Bei Empfehlungen wertet ein System beispielsweise bisheriges Verhalten aus und versucht daraus abzuleiten, welche Produkte, Filme, Musikstücke oder Beiträge für einen Nutzer interessant sein könnten. Navigationssysteme können Verkehrs- und Kartendaten verarbeiten, um günstige Routen vorzuschlagen. Smartphones verwenden KI unter anderem bei Sprach- und Bilderkennung oder bei der automatischen Bearbeitung von Fotos.
Auch Chatbots und generative KI gehören inzwischen zum Alltag. Sie können Texte formulieren, Fragen beantworten, Inhalte zusammenfassen oder Bilder erzeugen. Im Hintergrund kommt KI außerdem bei der Erkennung von Betrugsversuchen, Cyberangriffen oder unerwünschten E-Mails zum Einsatz.
Nicht jede automatisierte Funktion ist allerdings automatisch künstliche Intelligenz. Ein einfaches Programm, das nur festgelegte Regeln abarbeitet, muss noch kein KI-System sein.
Zudem können KI-Systeme Fehler machen. Empfehlungen können einseitig sein, Erkennungssysteme können sich irren und generative KI kann falsche Informationen erzeugen. Deshalb ist es besonders bei wichtigen Entscheidungen sinnvoll, Ergebnisse zu überprüfen und KI als Hilfsmittel statt als unfehlbare Instanz zu betrachten.
Quellen:
▪︎ Europäisches Parlament: What is artificial intelligence and how is it used?
▪︎ Europäische Kommission: Künstliche Intelligenz im Dienste der Menschen
▪︎ Europäische Kommission: AI Act enters into force