KI-generierte Bilder lassen sich nicht mehr zuverlässig an einem einzigen Merkmal erkennen. Moderne Bildgeneratoren können täuschend realistische Ergebnisse erzeugen. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick.
Auffällig können unlogische Details sein: ungewöhnliche Hände, fehlerhafte Schrift, widersprüchliche Spiegelungen, merkwürdige Schatten oder Objekte, die sich im Hintergrund unnatürlich verändern. Solche Fehler kommen bei KI-Bildern weiterhin vor. Sie sind aber kein sicherer Beweis, denn Bildmodelle werden ständig besser und auch echte Fotos können ungewöhnlich aussehen.
Wichtiger als die reine Bildbetrachtung ist deshalb die Herkunft. Wer hat das Bild veröffentlicht? Gibt es eine nachvollziehbare Quelle? Taucht dasselbe Motiv auch bei seriösen Medien oder offiziellen Stellen auf? Eine umgekehrte Bildersuche kann außerdem zeigen, ob ein Bild schon früher in einem anderen Zusammenhang verwendet wurde.
Zusätzlich entstehen technische Herkunftsnachweise. Der C2PA-Standard ermöglicht sogenannte Content Credentials. Darin kann kryptografisch dokumentiert werden, wie ein Bild erstellt oder verändert wurde und ob generative KI beteiligt war. Fehlen solche Angaben, beweist das allerdings nicht, dass ein Bild manipuliert wurde.
Die wichtigste Regel lautet deshalb: Nicht nach dem einen verräterischen KI-Fehler suchen. Entscheidend ist die Kombination aus Bildprüfung, Quelle, Kontext und möglichst nachvollziehbarer Herkunft.
Quellen:
▪︎ Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Deep Fakes – Gefahren und Gegenmaßnahmen
▪︎ Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Aufklärung statt Desinformation und Deepfakes
▪︎ Coalition for Content Provenance and Authenticity: Use of Content Credentials to Identify Synthetic and Non-Synthetic Content