Wie kann ich meine Daten im Internet schützen?

Die eigenen Daten lassen sich im Internet nicht vollständig verbergen. Man kann aber deutlich begrenzen, wie leicht Konten übernommen, Aktivitäten verfolgt und persönliche Informationen zusammengeführt werden können.

Besonders wichtig sind unterschiedliche, starke Passwörter für verschiedene Dienste. Ein Passwortmanager erleichtert das. Wo möglich, sollte zusätzlich eine Zwei-Faktor-Authentisierung aktiviert werden. Dann reicht ein gestohlenes Passwort allein meist nicht aus, um ein Konto zu übernehmen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt beide Maßnahmen ausdrücklich.

Ebenso sinnvoll ist es, regelmäßig die Datenschutz- und App-Berechtigungen zu überprüfen. Standort, Kontakte, Mikrofon oder Kamera sollten nur freigegeben werden, wenn eine Anwendung diese Funktionen tatsächlich benötigt. Auch Werbe- und Tracking-Einstellungen können eingeschränkt werden. Online-Tracking dient unter anderem dazu, Besuche und Klicks über Webseiten und Apps hinweg auszuwerten und daraus Interessen oder Profile abzuleiten.

Zur Datensparsamkeit gehört außerdem, persönliche Angaben nicht unnötig öffentlich zu machen und alte Konten zu löschen, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.

Vollständige Anonymität entsteht dadurch nicht. Dienste benötigen teilweise technische Daten für ihre Funktion. Datenschutz bedeutet deshalb vor allem, die Menge verfügbarer Informationen zu reduzieren und den Zugriff darauf möglichst gut abzusichern.


Quellen:
▪︎ Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Das Internet sicher nutzen
▪︎ Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: IT-Sicherheitsleitfaden,
▪︎ Europäischer Datenschutzausschuss: Profiling und Online-Tracking