Welche Daten sammelt TikTok?

TikTok sammelt je nach Nutzung eine große Bandbreite personenbezogener und technischer Daten. Dazu gehören zunächst Angaben, die Nutzer selbst machen, etwa Geburtsdatum, Benutzername, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer. Auch hochgeladene Videos, Fotos, Audiodateien, Kommentare und andere Inhalte samt zugehöriger Metadaten können verarbeitet werden.

Zusätzlich erfasst TikTok automatisch technische Informationen. Dazu zählen nach der aktuellen europäischen Datenschutzerklärung unter anderem Gerätemodell, Betriebssystem, IP-Adresse, Spracheinstellungen, Gerätekennungen sowie Diagnose- und Leistungsdaten. Auch ein ungefährer Standort kann aus technischen Informationen wie IP-Adresse oder SIM-Karte abgeleitet werden. Bei entsprechender Freigabe kann die App genauere Standortdaten erhalten.

Besonders wichtig sind Nutzungsdaten. TikTok registriert beispielsweise, welche Inhalte angesehen werden und wie Nutzer mit Videos und anderen Funktionen der Plattform interagieren. Diese Informationen helfen unter anderem dabei, den personalisierten „Für dich“-Feed zusammenzustellen.

Datenschutzbehörden beschäftigen sich intensiv mit der Verarbeitung solcher Daten. Die irische Datenschutzbehörde leitete 2025 beispielsweise eine Untersuchung zu Übertragungen personenbezogener Daten europäischer Nutzer nach China ein. TikTok hatte zuvor eingeräumt, dass begrenzte EWR-Nutzerdaten entgegen früherer Angaben zeitweise auf Servern in China gespeichert worden waren.


Quellen:
▪︎ TikTok: Datenschutzrichtlinie für EWR, Vereinigtes Königreich und Schweiz
▪︎ Data Protection Commission Ireland: Inquiry into TikTok transfers of EEA users’ personal data to China
▪︎ Europäische Kommission: Aufsicht über TikTok nach dem Digital Services Act