Wie werden wir in Zukunft wohnen?

Wohnen wird sich in Zukunft wahrscheinlich stärker an drei Herausforderungen orientieren: knapper und teurer Wohnraum, Klimawandel und ein wachsender Bedarf an energieeffizienten Gebäuden. Wie Wohnungen konkret aussehen, wird allerdings weiterhin stark von Region, Einkommen und Lebensform abhängen.

Vor allem in Städten dürfte Wohnraum kompakter und vielseitiger genutzt werden. Gebäude können stärker gemischt werden, etwa mit Wohnungen, Arbeitsplätzen, Geschäften und Gemeinschaftsflächen in unmittelbarer Nähe. Zugleich gewinnt die Sanierung bestehender Gebäude an Bedeutung, weil nicht jede zusätzliche Wohnung durch Neubau entstehen kann.

Der Klimawandel verändert ebenfalls die Anforderungen. Wohnungen müssen besser gegen Hitze, Starkregen und andere Wetterextreme geschützt werden. Verschattung, Begrünung, gute Dämmung und eine energieeffiziente Kühlung und Heizung dürften deshalb wichtiger werden. UN-Habitat sieht klimaresilientes und bezahlbares Wohnen als eine zentrale Aufgabe der kommenden Jahrzehnte.

Digitale Technik kann Heizungen, Stromverbrauch, Sicherheit oder Haustechnik automatisch steuern. Ob daraus überall vollständig vernetzte Smart Homes entstehen, ist jedoch offen.

Die Wohnung der Zukunft dürfte deshalb weniger spektakulär aussehen, als Science-Fiction vermuten lässt. Wahrscheinlicher sind schrittweise Veränderungen hin zu flexibleren, energieärmeren und klimaresilienteren Gebäuden.


Quellen:
▪︎ UN-Habitat: World Cities Report 2026 – The Global Housing Crisis: Pathways to Action,
▪︎ UN-Habitat: SDG 11 Global Report 2026
▪︎ UN-Habitat: Ten key messages from I4C26 to inform urban climate action ahead of COP31