2030 werden wir voraussichtlich nicht völlig anders arbeiten als heute, aber mit deutlich mehr Technik im Hintergrund. Künstliche Intelligenz wird in vielen Berufen zum normalen Werkzeug werden: Sie bereitet Texte vor, wertet Daten aus, unterstützt bei Recherchen, programmiert oder übernimmt Teile standardisierter Abläufe. Menschen bleiben vor allem dort wichtig, wo Verantwortung, Urteilsvermögen, Kommunikation oder praktische Erfahrung gefragt sind.
Der Wandel betrifft allerdings nicht nur KI. Auch demografische Veränderungen, der ökologische Umbau und wirtschaftliche Verschiebungen verändern den Arbeitsmarkt. Das World Economic Forum erwartet bis 2030 weltweit gleichzeitig viele neue und viele wegfallende Stellen. Besonders wachsen dürften unter anderem Berufe rund um Daten, KI und Software, aber auch Pflege, Bildung und bestimmte handwerkliche Tätigkeiten.
Ebenso verändern sich die benötigten Fähigkeiten. Arbeitgeber erwarten, dass sich bis 2030 rund 39 Prozent der heute wichtigen Kompetenzen verändern oder an Bedeutung verlieren. Neben KI- und Datenkenntnissen gewinnen deshalb analytisches Denken, Kreativität, Anpassungsfähigkeit und kontinuierliches Lernen an Bedeutung.
Wie stark einzelne Berufe betroffen sein werden, lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen. Die Internationale Arbeitsorganisation betont, dass KI derzeit eher einzelne Aufgaben verändert als komplette Berufe ersetzt.
Quellen:
▪︎ World Economic Forum: The Future of Jobs Report 2025
▪︎ Internationale Arbeitsorganisation: Generative AI and Jobs: A Refined Global Index of Occupational Exposure
▪︎ Internationale Arbeitsorganisation: Workers’ exposure to AI: What indicators tell us – and what they don’t