Künstliche Intelligenz schafft nicht nur Automatisierung, sondern auch neue Tätigkeiten und Berufsbilder. Besonders gefragt sind Fachkräfte, die KI-Systeme entwickeln, betreiben, überwachen oder sinnvoll in Unternehmen integrieren.
Dazu gehören beispielsweise Spezialisten für maschinelles Lernen, Datenanalyse, KI-Entwicklung und Software. Auch Fachleute für Cybersicherheit, Datenmanagement und technische Infrastruktur gewinnen an Bedeutung. Das World Economic Forum zählt KI- und Machine-Learning-Spezialisten sowie Big-Data-Fachkräfte zu den weltweit besonders stark wachsenden Berufsgruppen bis 2030.
Daneben entstehen Aufgaben, die weniger technische Programmierkenntnisse verlangen. Unternehmen benötigen Beschäftigte, die KI-Anwendungen auswählen, Arbeitsprozesse damit neu gestalten, Ergebnisse kontrollieren oder den verantwortungsvollen Einsatz organisieren. Die OECD zeigt zugleich, dass für viele Arbeitsplätze mit starkem KI-Bezug nicht ausschließlich technische Fähigkeiten wichtig sind. Auch Kommunikation, Problemlösung, Kreativität, Projektmanagement und soziale Kompetenzen spielen eine bedeutende Rolle.
Allerdings bedeutet der Aufstieg von KI nicht, dass sich dauerhaft eine große Zahl völlig neuer Berufsbezeichnungen durchsetzt. Häufiger verändern sich bestehende Berufe und erhalten zusätzliche KI-bezogene Aufgaben. Ein Personalreferent, Journalist, Ingenieur oder Verwaltungsmitarbeiter kann künftig also stärker mit KI arbeiten, ohne deshalb einen vollkommen neuen Beruf auszuüben.
Die Arbeitswelt dürfte sich daher vor allem durch neue Aufgabenprofile und veränderte Kompetenzanforderungen entwickeln.
Quellen:
▪︎ OECD: Demand for AI skills in jobs, 29. Januar 2021
▪︎ OECD: Artificial intelligence and the changing demand for skills in the labour market, 10. April 2024
▪︎ World Economic Forum: The Future of Jobs Report 2025, 7. Januar 2025