Was ist Cybermobbing?

Cybermobbing bezeichnet wiederholtes oder gezieltes Schikanieren, Bloßstellen, Bedrohen oder Ausgrenzen einer Person über digitale Medien. Das kann in sozialen Netzwerken, Messengern, Foren, Spielen oder über andere Online-Dienste geschehen.

Typische Beispiele sind beleidigende Nachrichten, das Verbreiten peinlicher Fotos oder Videos, erfundene Behauptungen, das Ausschließen aus Gruppen oder das Anlegen falscher Profile. Anders als klassisches Mobbing kann Cybermobbing jederzeit stattfinden. Inhalte können außerdem sehr schnell verbreitet, kopiert und von vielen Menschen gesehen werden.

Besonders belastend ist, dass Betroffene sich dem Angriff oft nur schwer entziehen können. Selbst zu Hause bleiben Nachrichten oder Beiträge erreichbar. Hinzu kommt, dass Täter anonym oder unter falschem Namen auftreten können.

Cybermobbing betrifft besonders häufig Kinder und Jugendliche. Eine WHO-Studie mit Daten aus 44 Ländern und Regionen zeigte 2024, dass etwa 15 Prozent der befragten Jugendlichen angaben, bereits Cybermobbing erlebt zu haben.

Nicht jeder Streit im Internet ist allerdings Cybermobbing. Entscheidend sind meist gezielte Herabsetzung, Wiederholung oder eine fortdauernde digitale Wirkung. Wer betroffen ist, sollte Beweise sichern, Plattformfunktionen zum Melden oder Blockieren nutzen und sich Unterstützung holen.


Quellen:
▪︎ WHO Regionalbüro für Europa: Neue Studie von WHO/Europa – Jedes sechste Schulkind erlebt Cyber-Mobbing
▪︎ WHO Regionalbüro für Europa: A focus on adolescent peer violence and bullying in Europe, central Asia and Canada