Haushaltsroboter gibt es bereits. Saugroboter, Mähroboter und Geräte zur Fenster- oder Poolreinigung sind heute Massenprodukte. Die International Federation of Robotics registrierte für 2024 rund 20 Millionen verkaufte Serviceroboter für Verbraucher. Fast alle davon waren für häusliche Aufgaben bestimmt.
Was bisher fehlt, ist der vielseitige Haushaltsroboter, der Geschirr einräumt, Wäsche zusammenlegt, Betten macht und Gegenstände wegräumt. Genau daran arbeiten mehrere Unternehmen. Figure demonstrierte 2026 beispielsweise zwei humanoide Roboter, die gemeinsam ein Schlafzimmer aufräumten und ein Bett machten. Solche Vorführungen zeigen technische Fortschritte, sind aber noch kein Beleg dafür, dass entsprechende Geräte zuverlässig und bezahlbar in normalen Haushalten funktionieren.
Ein konkretes Jahr für den Durchbruch lässt sich daher nicht seriös nennen. Wohnungen sind für Roboter besonders schwierig: Gegenstände liegen wechselnd herum, Menschen und Tiere bewegen sich unvorhersehbar und viele Arbeiten verlangen Geschicklichkeit. Hinzu kommen hohe Anforderungen an Sicherheit und Zuverlässigkeit. Die IFR weist darauf hin, dass anspruchsvollere Roboter für die häusliche Betreuung bislang nur einen kleinen Nischenmarkt bilden.
Wahrscheinlich werden Haushaltsroboter deshalb schrittweise vielseitiger. Der Roboter, der selbstständig fast sämtliche Hausarbeit übernimmt, bleibt vorerst Zukunftstechnik.
Quellen:
▪︎ International Federation of Robotics: World Robotics 2025 – Service Robots
▪︎ International Federation of Robotics: Executive Summary World Robotics 2025 – Service Robots
▪︎ Figure AI: Helix 02 Bedroom Tidy