Offshore-Rechenzentren verlagern Servertechnik aufs oder unter das Meer. Schwimmende Anlagen können auf Plattformen oder Bargen stehen, während Unterwasser-Rechenzentren in druckfesten Modulen auf dem Meeresboden betrieben werden. Das Meer bietet dabei vor allem Platz und günstige Bedingungen für die Kühlung. Gleichzeitig lassen sich solche Anlagen mit Offshore-Windkraft oder anderen erneuerbaren Energiequellen verbinden.
Microsoft erprobte das Konzept mit Project Natick vor Schottland und meldete nach zweijährigem Betrieb eine deutlich niedrigere Ausfallrate als bei vergleichbaren Servern an Land. Inzwischen verfolgen Unternehmen auch schwimmende Varianten. Samsung Heavy Industries entwickelt etwa ein 50-Megawatt-Konzept, während Seatrium 2026 eine grundsätzlich genehmigte 30-Megawatt-Plattform vorstellte.
Offshore-Rechenzentren bleiben technisch anspruchsvoll. Wartung, Korrosion, Meeresbedingungen, Netzanbindung und mögliche ökologische Auswirkungen müssen bei jedem Projekt berücksichtigt werden.