Eine Intelligence Explosion bezeichnet ein theoretisches Szenario, in dem die Fähigkeiten künstlicher Intelligenz in sehr kurzer Zeit stark anwachsen. Die Idee geht auf den Mathematiker I. J. Good zurück, der 1965 beschrieb, dass eine sehr leistungsfähige Maschine möglicherweise noch bessere Maschinen entwickeln könnte. Daraus könnte eine Rückkopplung entstehen: Verbesserte Systeme wären wiederum besser darin, weitere Verbesserungen hervorzubringen.
Heute wird das Konzept vor allem im Zusammenhang mit sehr leistungsfähiger KI und automatisierter KI-Forschung diskutiert. Eine solche explosionsartige Entwicklung wurde bislang jedoch nicht beobachtet. Ob sie technisch überhaupt möglich ist und wie schnell sie gegebenenfalls ablaufen könnte, ist wissenschaftlich umstritten. Fortschritte könnten ebenso durch begrenzte Rechenleistung, fehlende Daten, technische Schwierigkeiten oder abnehmende Verbesserungsmöglichkeiten gebremst werden.