Die Gig Economy bezeichnet einen Arbeitsmarkt, in dem einzelne, meist zeitlich begrenzte Aufträge statt klassischer dauerhafter Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden. Häufig geschieht das über digitale Plattformen. Dazu gehören etwa Fahrdienste, Lieferarbeit, Programmierung, Grafik, Übersetzungen oder andere freiberufliche Dienstleistungen.
Kennzeichnend ist, dass Plattformen Auftraggeber und Arbeitskräfte zusammenbringen und dabei oft wichtige Teile der Vermittlung, Bewertung oder Bezahlung organisieren. Die Arbeit kann vollständig online stattfinden oder an einen bestimmten Ort gebunden sein.
Für Beschäftigte kann dieses Modell mehr zeitliche und räumliche Flexibilität bieten. Gleichzeitig sind Einkommen und Auftragslage häufig weniger vorhersehbar als bei regulärer Beschäftigung. Auch Fragen zu sozialer Absicherung, Arbeitnehmerrechten und der Abhängigkeit von Plattformregeln spielen eine wichtige Rolle. Durch künstliche Intelligenz und Automatisierung geraten inzwischen zudem manche einfachen Tätigkeiten der Gig Economy selbst unter Veränderungsdruck.