Freelancer arbeiten selbstständig für unterschiedliche Auftraggeber, meist auf Projektbasis und ohne dauerhaftes Arbeitsverhältnis mit dem jeweiligen Kunden. Typische Einsatzgebiete sind IT, Beratung, Design, Medien, Marketing oder andere spezialisierte Dienstleistungen. Aufträge können direkt oder über digitale Plattformen vermittelt werden.
Der Begriff beschreibt vor allem die Art, wie jemand arbeitet. In Deutschland ist „Freelancer“ deshalb nicht automatisch gleichbedeutend mit dem steuerrechtlichen Begriff des Freiberuflers. Je nach Tätigkeit kann ein Freelancer freiberuflich oder gewerblich tätig sein.
Attraktiv ist das Modell wegen der vergleichsweise großen Freiheit bei Auswahl, Umfang und Organisation der Arbeit. Gleichzeitig tragen Selbstständige viele wirtschaftliche Risiken selbst. Dazu gehören schwankende Auftragslagen und fehlende klassische Arbeitnehmerleistungen. Besonders relevant ist außerdem die Abgrenzung zu abhängiger Beschäftigung, wenn jemand formal selbstständig arbeitet, tatsächlich aber stark von einem einzelnen Auftraggeber abhängig ist.