Der EU AI Act ist das zentrale Regelwerk der Europäischen Union für künstliche Intelligenz. Er verfolgt einen risikobasierten Ansatz: Je größer die möglichen Gefahren eines KI-Systems für Sicherheit oder Grundrechte sind, desto strenger sind die Anforderungen. Bestimmte Anwendungen gelten als unzulässig und sind verboten. Für Hochrisiko-Systeme gelten umfangreiche Pflichten, etwa zur Dokumentation, Überwachung und Risikokontrolle. Andere KI-Anwendungen unterliegen vor allem Transparenzpflichten.
Die Verordnung betrifft Anbieter und Betreiber von KI-Systemen und wird schrittweise angewendet. Seit August 2026 werden weitere zentrale Vorschriften durchgesetzt. Für bestimmte Hochrisiko-Systeme wurden die Fristen inzwischen bis Dezember 2027 beziehungsweise August 2028 verlängert.
Der AI Act soll einerseits Menschen und Grundrechte schützen, andererseits klare Regeln für Unternehmen und Behörden schaffen. Entscheidend ist deshalb nicht allein, ob eine Anwendung künstliche Intelligenz nutzt, sondern wofür sie eingesetzt wird und welches Risiko daraus entsteht.