Vorerst spricht wenig dafür, dass Bargeld vollständig verschwindet. Seine Bedeutung nimmt allerdings ab. In Deutschland wurden 2025 erstmals mehr alltägliche Einkäufe bargeldlos als bar bezahlt. Nach Angaben der Bundesbank entfielen noch 45 Prozent der erfassten Zahlungen auf Bargeld. 2023 waren es 51 Prozent.
Karten, Smartphones und andere digitale Bezahlverfahren werden häufiger genutzt, weil sie schnell und bequem sind. Trotzdem bleibt Bargeld wichtig. In der Bundesbank-Studie von 2025 erklärten 80 Prozent der Befragten, dass ihnen die Möglichkeit zur Barzahlung weiterhin wichtig sei. Bargeld wurde außerdem bei 94 Prozent der Einkäufe vor Ort akzeptiert.
Auch der geplante digitale Euro soll Banknoten und Münzen nicht ersetzen. Europäische Zentralbank und Europäische Kommission beschreiben ihn ausdrücklich als Ergänzung zum Bargeld. Die EU-Kommission verfolgt zudem das Ziel, den Zugang zu Bargeld und seine Akzeptanz im Euroraum zu sichern.
Wie häufig Menschen künftig noch bar bezahlen, dürfte deshalb weiter zurückgehen. Ein Alltag, in dem Bargeld deutlich seltener verwendet wird, ist gut vorstellbar. Eine vollständige Abschaffung ist daraus aber nicht abzuleiten. Solange Menschen Bargeld nutzen wollen und Politik sowie Zentralbanken seinen Erhalt unterstützen, dürfte es neben digitalen Zahlungsmitteln bestehen bleiben.
Quellen:
▪︎ Deutsche Bundesbank: Zahlungsverhalten in Deutschland 2025
▪︎ Europäische Zentralbank: FAQs on the digital euro
▪︎ Europäische Kommission: Frequently asked questions on the digital euro and the legal tender of cash