Fake News erkennt man selten an einem einzigen Merkmal. Entscheidend ist, mehrere Hinweise zusammen zu prüfen. Besonders vorsichtig sollte man bei Meldungen sein, die starke Gefühle auslösen sollen, ungewöhnlich sensationell klingen oder eine eindeutige Empörung hervorrufen wollen.
Ein wichtiger Schritt ist die Quellenprüfung. Wer hat die Meldung veröffentlicht? Gibt es ein Impressum, einen nachvollziehbaren Autor und erkennbare redaktionelle Verantwortung? Auch die Internetadresse kann Hinweise geben. Manche Seiten imitieren bekannte Medien mit leicht veränderten Domainnamen.
Danach sollte man prüfen, ob andere seriöse Medien dieselbe Information bestätigen. Eine spektakuläre Nachricht, die ausschließlich auf einer unbekannten Seite auftaucht, verdient Misstrauen. Auch Zahlen, Zitate, Bilder und Videos sollten überprüft werden. Gerade Bilder können echt sein und trotzdem aus einem völlig anderen Zusammenhang stammen. Mit KI erzeugte oder manipulierte Inhalte machen diese Prüfung zusätzlich schwieriger.
Wichtig ist außerdem die Sprache. Stark emotionalisierte Überschriften, pauschale Behauptungen und fehlende Belege sind Warnsignale, aber kein Beweis für eine Falschmeldung.
Im Zweifel sollte eine Nachricht nicht sofort geteilt werden. Faktencheck-Angebote und öffentliche Stellen können helfen, strittige Behauptungen einzuordnen. Entscheidend bleibt: erst prüfen, dann glauben und erst danach verbreiten.
Quellen:
▪︎ Bundeszentrale für politische Bildung: Fake News
▪︎ Europäische Kommission: Finding information you can trust
▪︎ Europäisches Parlament: Disinformation – 10 steps to protect yourself and others