Grundsätzlich kannst du persönliche Daten in ChatGPT eingeben. Sinnvoll ist das aber nur, wenn diese Informationen für die jeweilige Aufgabe wirklich notwendig sind. Namen, Adressen, Telefonnummern, Gesundheitsdaten, Kontodaten, Zugangsdaten oder vertrauliche Informationen über andere Personen sollte man möglichst vermeiden oder vorher anonymisieren.
OpenAI verarbeitet die Inhalte, die Nutzer in ChatGPT eingeben oder hochladen. Bei persönlichen ChatGPT-Konten können neue Unterhaltungen außerdem zur Verbesserung der Modelle verwendet werden, sofern diese Nutzung nicht in den Datenkontrollen deaktiviert wurde. Wird die entsprechende Einstellung ausgeschaltet, bleiben die Chats zwar im Verlauf, werden aber nicht für das Modelltraining genutzt. Temporäre Chats werden ebenfalls nicht für das Training verwendet und nach 30 Tagen aus den Systemen gelöscht.
Besondere Vorsicht gilt bei Daten anderer Menschen sowie bei dienstlichen Informationen. Unternehmen und Behörden müssen zusätzlich prüfen, ob die Verarbeitung personenbezogener Daten rechtlich zulässig ist. Die Datenschutzkonferenz weist ausdrücklich darauf hin, dass schon scheinbar harmlose Angaben einen Personenbezug ermöglichen können.
Eine einfache Faustregel lautet deshalb: Was nicht unbedingt zur Bearbeitung der Aufgabe benötigt wird, sollte gar nicht erst eingegeben werden. Wo möglich, helfen anonymisierte Namen, gekürzte Dokumente oder erfundene Beispieldaten.
Quellen:
▪︎ OpenAI: Europe Privacy Policy, aktualisiert am 24. August 2026
▪︎ OpenAI Help Center: FAQ zu Datenkontrollen, aktualisiert am 15. September 2026
▪︎ Datenschutzkonferenz: Künstliche Intelligenz und Datenschutz, 6. Mai 2024