Ein Quorum bezeichnet in verteilten Computersystemen die Mindestzahl von Teilnehmern, die erreichbar sein oder einer Entscheidung zustimmen müssen, damit diese als gültig gilt. Häufig ist dafür eine Mehrheit erforderlich.
Ein einfaches Beispiel: Besteht ein System aus fünf Rechnern, müssen mindestens drei miteinander kommunizieren können. Fallen zwei aus, kann das System weiterhin Entscheidungen treffen. Sind nur noch zwei erreichbar, reicht ihre Zahl nicht mehr aus.
Das Quorum verhindert vor allem, dass zwei voneinander getrennte Gruppen gleichzeitig widersprüchliche Entscheidungen treffen. Nur die Gruppe, die genügend Teilnehmer hinter sich hat, darf weiterarbeiten. Dadurch wird das Risiko eines sogenannten Split-Brain-Zustands verringert. Quoren spielen deshalb eine zentrale Rolle bei hochverfügbaren Datenbanken, Clustern und Konsensverfahren wie Raft.