Besonders gute Zukunftschancen haben Berufe, in denen entweder langfristig viele Fachkräfte gebraucht werden oder neue Technologien zusätzliche Nachfrage schaffen. Eine Garantie gibt es dennoch nicht, denn Arbeitsmärkte verändern sich durch Technik, Demografie und wirtschaftliche Entwicklungen.
Zu den wachstumsstarken Bereichen gehören nach dem World Economic Forum insbesondere Datenanalyse, künstliche Intelligenz, Softwareentwicklung und IT-Sicherheit. Auch Berufe rund um erneuerbare Energien, Umwelttechnik und Elektromobilität dürften weiter an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig entstehen viele zusätzliche Stellen in Bereichen, die weniger mit Hochtechnologie zu tun haben, etwa Pflege, Bildung, Bau und Logistik.
Für Deutschland zeigt die Bundesagentur für Arbeit weiterhin deutliche Fachkräfteengpässe vor allem in Pflege- und Gesundheitsberufen sowie in Bau- und Handwerksberufen. Auch Erzieherinnen und Erzieher, Berufskraftfahrer und Fachkräfte in einzelnen technischen und sozialen Berufen werden stark gesucht.
Entscheidend sind aber nicht nur Berufsbezeichnungen. Besonders gute Chancen haben Menschen, deren Fähigkeiten schwer vollständig automatisiert werden können. Dazu zählen komplexes Problemlösen, Fachwissen, soziale Fähigkeiten, Verantwortung und der sichere Umgang mit neuen Technologien.
Zukunftschancen entstehen daher vor allem dort, wo technisches Können und menschliche Fähigkeiten zusammenkommen oder wo gesellschaftliche Entwicklungen dauerhaft zusätzliche Arbeitskräfte erfordern.
Quellen:
▪︎ Bundesagentur für Arbeit: Fachkräfteengpassanalyse 2025
▪︎ OECD: Employment Outlook 2025
▪︎ World Economic Forum: The Future of Jobs Report 2025