„Meat Proxy“ ist eine spöttische Bezeichnung für Menschen, die Antworten einer KI ungeprüft an andere weiterreichen. Statt eine Frage selbst zu beantworten, wird sie etwa an ChatGPT oder Claude gestellt und das Ergebnis anschließend kopiert, ohne es sichtbar einzuordnen, zu prüfen oder weiterzudenken.
Popularisiert wurde der Ausdruck im August 2026 durch den deutschen Softwareentwickler Niklas Gruhn. Seine Kritik: Wer lediglich KI-Ausgaben weiterleitet, schafft kaum zusätzlichen Nutzen. Der Empfänger könnte die KI schließlich auch selbst fragen.
Der Begriff verbreitete sich besonders in der Tech- und Arbeitswelt. Beim Softwareunternehmen Clay taucht er inzwischen im Zusammenhang mit internen Regeln gegen gedankenlos weitergereichte KI-Inhalte auf. Gemeint ist ausdrücklich nicht jede KI-Nutzung, sondern der Mensch als bloße Zwischenstation zwischen Maschine und Empfänger.