Fair Use 

Fair Use ist eine Regel des US-amerikanischen Urheberrechts, die bestimmte Nutzungen geschützter Werke auch ohne Erlaubnis des Rechteinhabers zulassen kann. Typische Anwendungsbereiche sind Kritik, Kommentare, Berichterstattung, Unterricht, Wissenschaft und Forschung. Ob eine Nutzung tatsächlich als Fair Use gilt, wird jedoch immer im konkreten Einzelfall beurteilt. 

Dabei werden vor allem vier Faktoren abgewogen: Zweck und Art der Nutzung, die Beschaffenheit des verwendeten Werkes, Umfang und Bedeutung des übernommenen Materials sowie mögliche Auswirkungen auf den Markt für das Original. Es gibt deshalb keine feste Regel, nach der etwa eine bestimmte Zahl von Wörtern, Sekunden oder Prozent eines Werkes automatisch erlaubt wäre. Fair Use ist außerdem vor allem ein Begriff des US-Rechts und darf nicht einfach mit den urheberrechtlichen Schranken des deutschen Rechts gleichgesetzt werden.