Cognitive Offloading bezeichnet das Auslagern geistiger Aufgaben auf externe Hilfsmittel oder Handlungen, um das eigene Denken und Gedächtnis zu entlasten. Dazu gehört etwa, eine Einkaufsliste zu schreiben, Termine im Smartphone zu speichern, ein Navigationsgerät zu verwenden oder Informationen im Internet nachzuschlagen, statt sie sich zu merken. Der Begriff stammt aus der Kognitionsforschung. Studien zeigen, dass solche Hilfen die Leistung bei anspruchsvollen Aufgaben verbessern können, weil weniger Informationen gleichzeitig im Arbeitsgedächtnis gehalten werden müssen. Gleichzeitig kann eine starke Abhängigkeit von extern gespeicherten Informationen Nachteile haben. Fällt die Hilfe unerwartet weg, kann die Erinnerung schlechter sein als bei Personen, die sich ausschließlich auf das eigene Gedächtnis verlassen haben. Cognitive Offloading ist daher grundsätzlich weder positiv noch negativ, sondern eine verbreitete Strategie zur Entlastung kognitiver Prozesse.