SitBull Analogue Bass Amp

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Die SitBull Ampsimulation aus dem Hause Devoloop hat alles an Bord, was ein richtiger Bassverstärker braucht. Die Betonung liegt dabei auf richtig und das ist auch durchaus so gemeint. Das Teil rockt, röhrt, schmatzt und knurrt an allen Ecken und Kanten. Aber eben nur dann, wenn es auch soll …

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Trotz des außergewöhnlichen Designs kommt die GUI des Bass-Amps sehr aufgeräumt daher. Aufgeteilt ist der Amp in 3 Sektione: Vorverstärker, Kompressor, Endstufe (mit Cabinet).

PRE-AMP UND KLANGREGLUNG

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In der ersten Sektion (nennen wir es Vorverstärker) findet sich der PRE GAIN-Regler für die Eingangslautstärke. Der Verzerrungsgrad des Vorverstärker wird dabei über PRE SAT geregelt. Das Signal wird also angezerrt, bevor es seine Reise durch den Signalpfad des Verstärkers beginnt!

Für die Klangreglung stehen die virtuellen Potis HI, MID und LOW bereit. Der EQ ist in der Siganlkette des SitBull vor dem Kompressor angeordnet und kann mit einem kleinen Kippschalter Ein- und Ausgeschaltet werden.

KOMPRESSOR INTERN/ EXTERN

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Weiter geht es mit dem Kompressor, dessen Einsatz sich über Comp Amount kontrollieren lässt. Alternativ kann über die Anschlüsse auf dem Back Panel ein externer Dynamikprozessor eingebunden werden. Ob der bordeigene oder ein fremder „Pumper“ zum Einsatz kommt, wird über den Kippschalter EXT S/P bestimmt.

Um das Signal im Zaun haben Devoloop noch einen Limiter installiert, der ebenfalls hinzu geschaltet werden kann.

ENDSTUFE/ CABINET

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Kommen wir zur Endstufe. Als erstes fällt hier der Namens „HOPA“ ins Auge, der laut Aussage des Herstellers eigentlich Beaty heißen müsste und für Presence (1.9 Khz) zuständig ist.

Mit DI/CAB lässt sich das Verhältnis zwischen dem Ursprungs- und dem Cabinet, sprich die ausgewählte Box, einstellen.

Bei Dry/Wet handelt es sich nicht – wie man auf den ersten Blick vermuten könnte – um einen „Signal-Mix“, sondern um den Anteil der Röhrenverzerrung. Stichwort: Hormonische Obertöne. Über das Back Panel kann der SitBull nach Lust und Laune verkabelt werden. Von CV bis Sidechain ist alles dabei …

FAZIT

Im Vergleich zu anderen Ampsimulationen (Line6, Softube, Beheringer, etc.) ist der SitBull der erste virtuelle Bassverstärker, der auch als solcher bezeichnet werden kann. Das Teil rockt, hat Charakter und ist trotz seiner wenigen Parameter extrem Wandlungsfähig. Und was als „Analogue“ angepriesen wird, kommt auch tasächlich so daher.

Der Einführungspreis von 25.- Euro ist gemessen an dem, was geboten wird unangemessen niedrig. Wer den Tieftonbullen mit Seele von Devoloop haben oder einfach mal testen will, sollte fix den Propellerhead-Shop besuchen.

Dieser Artikel ist auch in englischer Sprache verfügbar.

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