KORG volca sample: Digitaler Sample Sequenzer mit Niveau

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Eigentlich dachte jeder, dass die KORG volca-Familie mit dem volca beats, bass und keys bereits komplett sei, doch es gibt Nachwuchs in Form eines digitalen Sample-Sequenzers. Ganz in weiß, mit grauen Tasten und schwarzen Drehreglern. Und ohne es vorher gewusst zu haben wird klar, dass man diese kleine Rhythmus-Box schon immer vermisst hat. Die Rede ist vom KORG volca sample, der dem klangvollen Beinamen Digital Sample Sequenzer durchaus gerecht wird …

Das sieht den Volcas ähnlich …

Das Gerät kommt mit einer Breite von 19,3 cm, einer Höhe von 11,5 cm und einer Tiefe von 0,45 cm daher und ist damit genau so „klein“ wie der Rest der Volca-Familie.

Alle Bedienelemente und Anschlüsse sind auf der Oberseite des weißen Gehäuses angebracht. Die beleuchteten Drehregler und Tasten bieten eine gute Orientierung und liegen – gemessen an der geringen Größe – immer noch akzeptabel zwischen den Fingern, was durchaus eine gewisse Bedeutung für den Live-Betrieb hat.

Der Anschluss für das separat erhältliche Netzteil befindet sich neben der Power On/Off-Taste, die als Druckschalter ausgelegt ist. Über die Midi In-Buchse kann das Gerät im Slave-Modus angesteuert werden. Sync-In-Out sind als 3,5 mm Mono Buchse ausgelegt. Am 3,5 Mini-Klinke Kopfhörer-Anschluss kann das Stereosignal für die Übertragung an den Mixer o.ä. abgegriffen werden.

Licht und Folie …

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Die 16 Tasten der Folientastatur dienen im Live-Modus als Drum-Pads, im Record-Step-Mode als Eingabefelder für den Step-Sequenzer. Darüber hinaus sind die Tasten 9 bis 16 mit weiteren Funktionen belegt. Die LED-Leuchten am oberen Rand der Tasten dienen der Aktivitätsanzeige, die LEDs unterhalb der Tasten fungieren als Lauflichtanzeige. Der Speicher fasst maximal 10 Patterns.

Das grundlegende Konzept erinnert wohl nicht ganz ohne Absicht an die Klassiker Roland TR-808, TR-606 und andere Vintage-Schätzchen. Aber das dachte man ja bereits bei der Vorstellung Korg volca beats Drum Machine.

Groovebox und Klangmaschine

Von Haus aus ist der Speicher mit 100 Samples gefüllt, die über die iOS-App AudioPocket for volca sample verwaltet werden. Eigene Samples können mit Hilfe der App aufgenommen und übertragen werden. Zusätzlich funktioniert das über iTunes File-Sharing.

korg-volca-sample-Bedienfeld

11 programmierbare Parameter

Die 11 Step Programmable Parameters können automatisiert werden. Das geschieht indem die Bewegung der Regler während des Betriebs aufgezeichnet wird. Start Point, Length, Volume, Panorama, usw. können also während der Aufnahme angepasst und währenddessen oder danach wiedergegeben werden. Tolle Sache!

Hoch- und Tiefpassfilter

Mit den analogen Tief- und Hochpassfiltern Namens Bass und Treble, die unter der Überschrift Analogue Isolator zusammen gefasst sind, lässt sich massiv in das gesamte Klanggeschehen eingreifen.

Eingebautes Hallgerät

Das Reverb kann für jeden Part einzeln oder in der Summe angewendet werden. Entgegen der dem Preis geschuldeten Vermutung klingt der Effekt gut und passt sich wunderbar in das Klangbild ein.

Swing-Funktion

Um ein bisschen mehr Schwung in starre Beats zu bringen, steht eine Swing-Funktion zur Verfügung, deren Verschiebung bis 75% in die 16tel-Taktschritte eingreift.

Fazit:

Der Korg Volca Sample macht genau was er soll und noch viel mehr. Neben den Sampler-Eigenschaften und einer kinderleichten Bedienung beeindruckt vor allem die Vielfältigkeit der Klangestaltung. Was bei einem Gerät in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich ist. Neben dem Live-Betrieb liegt es nah, die Groovebox zum Sound-Designer für eigenwillige Sample-Libraries zu berufen. Ich konnte da nicht widerstehen …

© Artikelbilder: http://korg.com

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