Doepfer Dark Energy II für Einsteiger – Teil 1: Einführung

Doepfer-Dark-Energy-II-Workshop-Bedienelemente

Analoge Klangerzeuger sind begehrt wie selten zuvor. So auch der Dark Energy II aus dem Hause Doepfer. Studiohasen und Soundtüftler sind voll des Lobes, manche Keyboarder gar bis über beide Ohren verliebt. Selbst Musiker, die bisher kaum Berührungspunkte mit „echten“ Synthesizern hatten, erliegen dem Charme der dunklen Energie.

Steht die kleine Kiste erst mal auf dem Tisch, wird geschraubt, geschaltet und gekabelt, was das Zeug hält. Und das ist auch gut so! Dennoch macht es Sinn, sich etwas intensiver mit Aufbau und Funktion des elektronischen Klangerzeugers zu befassen, denn was nutzt das beste Gerät, wenn gute Sounds nur Glückstreffer bleiben und die Reproduktion zum Hürdenlauf wird?

Und genau an dieser Stelle setzt der Workshop für Neueinsteiger und alle, die es interessiert, an. Viel Spass auf der dunklen Seite der Macht 😉

Dark Energy II – Was ist das eigentlich?

Doepfer-Dark-Energy-II-Nahaufnahme

Der Doepfer Dark Energy II ist ein halbmodularer monophoner Analogsynthesizer, der nach der Methode der Subtraktiven Synthese arbeitet. Einzig für das USB- und Midi-Interface wurden stellenweise digitale Komponenten verwendet.

Einfach ausgedrückt, reden wir über einen Klangerzeuger, der ganz ohne digitale Chips auskommt, gerade Mal einen Oszillator an Bord hat und genau eine Stimme erzeugen kann. Akkorde sind also nicht drin. Dafür aber wird das Teil in Sachen Solo und Sequenzer-Betrieb zum Monster.

Alle Bedienelemente sind in ein schwarzes Metallgehäuse verbaut. Die Seitenteile sind aus Holz. Das Gerät kann sowohl liegend oder stehend betrieben werden.

Zum Lieferumfang gehören ein Netzteil (12V AC/800mA), ein Mono-Klinkenkabel 3,5 auf 6,3 mm (z.B. für Audio Out), zwei Mono Patchkabel, ein USB-Kabel sowie die ausführliche Bedienungsanleitung in deutscher und englischer Sprache.

Mehr gibt es zum Anfang erst einmal nicht zu wissen, denn die meisten Funktionen erschließen sich in der Praxis. Dazu muss die Klangmaschine aber erst einmal in Betrieb genommen werden …

Wie wird der Dark Energy II angesteuert bzw. gespielt?

Der Synth kann auf drei Arten angesteuert werden. Midi-Signale können entweder über die Midi-In Buchse oder über das mitgelieferte USB-Kabel, das zur Verbindung mit einem PC gedacht ist, empfangen werden. Midi- und USB-Anschluss befinden sich auf der Geräterückseite. Einer Treibersoftware für den USB-Betrieb bedarf es nicht. Ab Werk sendet der Klangerzeuger auf Midi-Kanal 1. Das Senden und Empfangen von Midi-Controller-Daten ist nicht möglich.

Doepfer-Dark-Energy-II-Rueckseite

Alternativ ist der Betrieb mit einem Analogsequenzer, einer Groovebox oder einem Keyboard möglich. In diesem Zusammenhang darf nicht unerwähnt bleiben, dass der USB-/Midi-Eingang ebenfalls als CV/Gate-Wandler dient.

Wie werden die gespielten Töne hörbar?

Um die Eingangssignale hörbar zu machen, wird das Audiosignal an der Buchse „Audio“ abgegriffen. Dazu hat der Hersteller ein Mono-Klinkenkabel (3,5 auf 6,3 mm) beigelegt. Einen Kopfhörerausgang gibt es nicht.

Doepfer-Dark-Energy-II-Inputs-Outputs

Was ist vor dem ersten Start zu beachten?

Vor der ersten Benutzung des Klangerzeugers empfiehlt Doepfer, alle Bedienelemente in die Grundeinstellung zu bringen (siehe Abbildung) und die Lautstärke der zur Verstärkung genutzten Peripherie (Mischpult, Verstärker, etc.) abzusenken.

Doepfer-Dark-Energy-II-Grundeinstellung

Natürlich ist die Grundeinstellung kein unbedingtes Muss, aber ein guter Ausgangspunkt für erste Experimente.

Jetzt kann das Gerät (endlich) eingeschaltet, sprich das Netzteil (Stecktrafo) mit dem Anschluss auf der Geräterückseite verbunden werden. Einen Ein- bzw. Ausschalter gibt es nicht! Die Betriebsbereitschaft wird an den blinkenden LEDs in den Sektionen LFO 1 und LFO2 erkennbar.

Nun kann die Lautstärke der Abhöre – bei gedrückter Taste auf dem Keyboard – langsam angehoben werden. Der erste Ton dringt durch die Lautsprecher …

Stimmstabil und somit vollends spielbereit ist Doepfers Klangmaschine erst nach rund 20 Minuten, was aber bei analogen Geräten dieser Machart völlig normal ist.

Erste Versuche …

Jetzt ist erst einmal Ausprobieren angesagt. Also einfach mal via Tune nach der richtigen Stimmung suchen, mit dem Octave-Schalter durch die Oktaven flitzen oder per FM in die Tonhöhe eingreifen und ein bisschen mit dem LFO1 spielen. Für das Video habe ich eine kurze Sequenz aus Reason via USB zum DE II gesendet und dabei – so wie in der Bedienungsanleitung beschrieben – gewerkelt.

Im nächsten Teil des Workshops werden die Bedienelemente (VCO, VCF, VCA, usw.) genauer beleuchtet. Bis dahin: Viel Spass beim Experimentieren!

Leseempfehlung:
– Doepfer Dark Energy II für Einsteiger – Teil 2: Bedienelemente
– Doepfer Dark Energy II für Einsteiger – Teil 3: Bass Sounds

Produktfotos Dark Ernergy II © Doepfer Musikelektronik GmbH

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