Amplifikation Vermilion für Propellerhead Reason

kuassa_amplifikation_vermilion

Mit dem Rack-Extension Vermilion für Propellerheads Reason wurde laut Hersteller ein „klassicher“ Gitarrenverstärker digitalisiert. Realisiert wurde das von der Fima Kuassa, einem Software-Entwicklungsunternehmen aus Indonesien, das sich auf digitale Gitarrenverstärkung und Audio-Verarbeitung spezialisiert hat. Aber mal von vorn …

VERMILION-Slice2_01

Der Vermilion, den es nicht nur für Reason, sondern auch als VST/AU für Mac und PC gibt, kommt mit 3 Amp-Typen daher. Um welche Modelle es sich dabei handelt, ist nur zu erahnen. Der Hersteller macht keine Angaben dazu. Die Typen sind lediglich mit A, B und C beschriftet. Es ist nur so viel zu erfahren, dass Amp A einen Tube-Amp emuliert, Amp B einen Solid-State und Amp C einen „cleanen“ Amp. Hier sollte wohl auf die üblichen Verweise auf die Klassiker verzichtet werden. Ist aber auch egal, denn der Klang entscheidet.

amplifikation_vermilion_amp_functions

Unabhängig vom Amp-Typ verfügt der Vermilion über die 2 Kanäle „Clean“ und „Lead“. Die Potis entsprechen in Anordnung und Funktion einem herkömmlichen Verstärker.

Mit „Gain“ wird die Vorstufenverzerrung reguliert, „Low“, „Mid“, „High“ und „Pres“ dienen zur Klangreglung. „Vol“ ist als Master-Out der Endstufe gedacht.

Die Effektsektion wird über „Trem Speed“ und „Trem Depth“ für den Tremolo-Effekt und über „Reverb“ für den Federhall gesteuert. Das der Amp über „On/Off“ an- bzw. ausgeschaltet werden kann, ist wohl nur der realistischen Nachbildung geschuldet. Soviel zu den klassischen Bedienelementen.

amplifikation_vermilion_cabinet_functions

Kommen wir zu den Speakern bzw. Cabinets. Es stehen 2 Cabinets zur Verfügung, deren Typ über „Cab Type“ ausgewählt werden kann. Dabei kann zwischen 5 Combo-Speakern gewählt werden. Zudem können die Cabinets zusammen oder einzeln betrieben werden.

Mit „Mic Angle“ kann die Mikrofonposition („straight-“ oder „angled-Miking“) der virtuellen Mikros bestimmt werden. 4 Mikrofontypen sind auswählbar. Vom klassischen SM57 bis zum Kondenser ist alles dabei. Zudem kann die Entfernung der Mikros eingestellt werden, das Lautstärkeverhältnis der Cabinets untereinander oder auch die Verteilung im Stereobild. Das Ergebnis geht von Nuancen bis hin zu großen Klangunterschieden. Wer einige Zeit mit dem Vermilion gearbeitet hat, weiß die Cabinet-Funktionen als Sahnehäubchen zu schätzen.

Mit an Bord ist auch ein „Noise Gate“, auf dessen Einsatz bei verzerrten Sounds wegen erheblichen Nebengeräuschen nicht verzichtet werden kann.

Das zur Funktionsweise des Rack-Extensions.

Einen intensiven Test mit Klangbeispielen wird es in der nächsten Audionotiz geben. Es sei nur soviel verraten: Der virtuelle Amp weiß zu überzeugen. Gerade in Sachen Clean-Sound hat mich der digitale Brüllwürfel aus Indonesion wirklich überzeugt.

Wer den Vermilion testen oder kaufen möchte, kann das Teil im Propellerhead-Shop für gerade mal 39.- Euro erwerben.

Artikelfotos © Kuassa/ Propellerhead

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.